Feed the Devil – Der Teufel wartet schon (2015) – Auf DVD im Handel / Ab 5. Oktober als BluRay Double-Feature erhältlich!

“Feed the Devil” – so heißt der neue Horrorstreifen im Programm von Schröder Media. Machen die vollmundigen Versprechungen auf dem – zugegeben – schönen Cover Lust auf mehr? Oder hat man die Teufelsfütterung schneller satt als einem lieb ist?

Originaltitel: Feed the Devil

Regie: Max Perrier

Darsteller: Jared Cohn, Ardis Barrow, Victoria Curtain

Artikel von Christian Jürs

„Wrong Turn geht weiter!“

Diese verheißungsvollen Worte prangen auf dem Cover der DVD noch über dem Filmtitel. Für mich eher eine Drohung als ein Versprechen, waren doch alle Sequels dieses Franchise nach dem zweiten Teil zwischen scheiße und unerträglich scheiße angesiedelt. Doch es kommt noch besser:

„Predator trifft auf Deliverance“

Hui, da hat man sich ja gleich zwei echte Klassiker rausgesucht. Das kann ja nur in die Hose gehen.

Der Blick in die Imdb jedenfalls lässt mich erschaudern: Lediglich 3,6 von 10 Punkte konnte „Feed the Devil“ dort ergattern. „Mal schauen, wie weit ich komme.“ denke ich mir und lege die Scheibe, die mir Schroeder Media freundlicherweise zukommen ließ, in den Player.

Marcus (Jared Cohn) hat es nicht leicht. Das Leben bei seiner alkoholkranken und gewalttätigen Mutter (Astrida Auza) ist die Hölle. Da kommt der Tipp zu einer geheimen Marihuana Plantage gerade recht um sich ein Ticket in die Freiheit leisten zu können. Zusammen mit seiner Freundin Stella (Victoria Curtain) und ihrer Schwester Lydia (Ardis Barrow) macht er sich auf den Weg in die tiefen Wälder Kanadas. Irgendwo auf dem Weg geht Stella schließlich verloren. Auf der Suche nach ihr und dem Gras sehen sich Lydia und Marcus mit einem alten Indianermythos konfrontiert, der blutige Realität zu sein scheint…

Hmmm… „Wrong Turn“, „Predator“ und „Deliverance“ waren sicherlich hoch gestapelt vom Verleiher. Viel zu hoch. Trotzdem hat „Feed the Devil“ seine Qualitäten. Ja, die Story ist dünn und löchrig. Es wird niemals klar, warum der körperlich behin… ich meine gehandicapte Typ Marcus mit seiner Karte zur Marihuana Plantage in eine Falle lockt. Um ehrlich zu sein, diese Kartenzeichnung eines sechsjährigen mit Parkinson hätte niemals irgendjemand irgendwohin geführt. Auch das Verhalten von Marcus, der das Gras weit über das Schicksal seiner Freundin oder deren Schwester stellt, hilft dem Film nicht wirklich. Immerhin dient er als Hauptfigur zur Identifikation für den Zuschauer. Dafür kann er eine Menge einstecken. Ja, übermenschlich viel. Immer, wenn ich dachte, der ist hin, kam er wieder. Realistisch ist das nicht, unterhaltsam jedoch schon. Ja, „Feed the Devil“ ist aller Mängel zum Trotz tatsächlich sowas wie unterhaltsam. Klar, das Budget lag wahrscheinlich bei zwölf Euro fünfzig inklusive des Caterings und der wenigen, aber effizienten, Bluteffekte. Trotzdem empfand ich den Streifen ab dem Moment, in dem die drei jungen Leute losziehen um Gras zu finden, atmosphärisch und interessant (ja, spannend wäre zu viel des Guten).

Wer jetzt Blut geleckt hat, dem sei gesagt, er hat bei der Anschaffung des Filmes die Qual der Wahl. Entweder, Ihr kauft Euch die bereits im Handel erhältliche DVD für unter zehn Euro. Diese enthält neben dem Hauptfilm noch den Trailer und eine Handvoll Deleted Scenes. Wer noch etwas Geduld hat, der kann ab Anfang Oktober den Film im Double Feature mit dem Horrorstreifen „Adaline – Die Beschwörung“ auf BluRay erwerben. Diese ist zwar komplett Bonusfrei und qualitativ macht die BluRay auch keine großen Sprünge, die Deleted Scenes der DVD sind jedoch verzichtbar und der Preis liegt nur minimal über der Einzel-DVD. Und die blöden „Wrong Turn“ und Co Vergleiche zieren auch nicht das BluRay-Cover.

Zur Synchro möchte ich abschließend noch erwähnen, dass diese durchaus gelungen ist und weit über dem üblichen Niveau solch günstiger Produktionen. Sowohl auf DVD und BluRay gibt es aber auch die Option der englischen Sprachfassung.

Fazit:

Besser als gedacht. Dieses kleine, günstige Horrorfilmchen kann dank atmosphärischem Setting und einiger Bluteffekte im Finale durchaus punkten. Ich würde zur Doppel-BluRay greifen. Die Kritik zum zweiten Film „Adaline – Die Beschwörung“ folgt in Kürze.

Cover des kommenden Double-Feature

Trailer:

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