Sword Master (2016) – Ab sofort auf DVD / BluRay und VoD erhältlich (2D/3D)

Oha – Derek Yee und Tsui Hark bilden ein Team, um ein Schwertkampf-Epos im alten China zu inszenieren! Was kann da schon schief gehen? Für ordentlich Action sollte bei dem dynamischen Duo ja gesorgt sein, doch steckt noch Mehr dahinter? EuroVideo präsentiert uns das Spektakel für das heimische Wohnzimmer…

Originaltitel: San Shao ye di jian

Regie: Derek Yee

Produzent: Tsui Hark

Darsteller: Kenny Lin, Peter Ho, Yiyan Jiang

Artikel von Victor Grytzka

Ich bin ja – wie schon oft betont – ein Fan des asiatischen Kinos. Insbesondere Filme mit Samurai und Schwertkunst haben es mir angetan. Und dann hörte ich von “Sword Master”. Derek Yee und Tsui Hark – WOW – muss ich sehen! Und dann startete der Film…

Yen Shi-Shan ist der dritte Meister einer Schwertgilde. Seine Kampfkunst gilt als die Beste weit und breit.  Des Kämpfens müde verlässt er Haus und Hof, versteckt sich fortan in eher zwielichtigen Kreisen, und hofft auf einen wohlverdienten Ruhestand. Wäre da nicht der schnöselige “ich bin so super” Typ Yan. Der riecht den Braten und will Yen-Shi-Shan zu einem letzten Duell herusfordern, um selbst der mächtigste Schwertkämpfer des ganzen Landes zu werden. Auch die anderen Clans haben jetzt die Hosen voll. Seit der Meister weg ist haben sie Angst. Angst davor, von finsteren Gesellen niedergemäht zu werden.

Warum diese Einleitung ein bisschen sarkastisch geklungen hat? Weil das die Essenz des gesamten Films ist. Gut, gut, fangen wir mit den negativen Aspekten an. Die Story! Eigentlich das, womit ein Film punkten soll. Diese ist hier weder kreativ, noch gut erzählt. Es werden einem X Charaktere um die Ohren gehauen, so verwirrend, dass man zwischendurch nicht mehr weiß wer denn nun wer ist. Das Grundgerüst – eine belanglose Geschichte um einen Konkurrenzkampf, ist so 0815 wie es schlimmer nicht geht. Auch wenn man teils versucht, Yen Shi-San als tragische Figur und seinen Gegenspieler Yan als den respektlosen “jungen Wilden” zu verkaufen, so hilft dies Alles nichts. Irgendwie versuchte man dann auch noch etwas Drama und Lovestory einzuflechten, verpasste dem Film einen trotteligen Sidekick, einige hübsche Damen – und Das war es dann! Wirklich, there is not much to see here, Folks. Jedes Storyelement wirkt so, als diene es nur dem Zweck, den nächsten großen Schwerkampf herauf zu beschwören. Immerhin gibt es auch ein wenig klassische Martial-Arts Kloppe.

Optik, Choreographie, Sets und Soundtrack. Hier punktet der “Sword Master”. Sind die CGI-Spielereien auch weit entfernt vom Optimum, so fügen Sie sich dennoch gut in die gebotene Bildgewalt ein. Eine räumliche Tiefe war in der, mir vorliegenden, 2D-Fassung schon zu erahnen, die 3D-Effekte sind “in your face”. Ich behaupte einfach mal, dass dies in 3D schon sehr toll rüberkommt. Die Sets sind stimmig und opulent ausgestattet – hier passt es wirklich gut zu der Zeit, in der der Film spielen soll. Okay, über den Look von Yan kann man streiten, kommt er doch daher, als hätte man in China eine Fortsetzung zu “The Crow” gedreht. Das sah dann schon ein wenig billig und deplaziert aus. Das passt aber wieder irgendwie zu seinem Charakter, der so aufgesetzt böse wirkt, dass man den Eindruck bekommt, man hätte ihm diese Rolle aufgezwungen. Der Soundtrack ist bombastisch und unterstreicht die tolle Kampfchoreo, für die sicher viele Drahtseile zum Einsatz kamen. Es wird gesprungen und rumgewirbelt – fast so schön wie im Zirkus!

Über die BluRay an sich kann ich nicht meckern, tolle Farbgebung, kräftiges Bild, gute Schärfe. Der Ton, der in deutscher und chinesischer Sprache als DTS-HD 5.1 vorliegt, hat die perferkte Balance zwischen Höhen und kräftigen Bässen. Neben der 2D Fassung befindet sich auch die 3D Fassung auf der blauen Scheibe. Die Synchro ist durchaus als hochwertig zu bezeichnen.

Fazit:

Ein nichtssagender Schwertkampffilm, verwoben in eine dünne Standardstory. Das mag für einen gemütlichen Abend unter Freunden langen, an dem man nur nebenher auf den laufenden Film achtet. Für fulminantes Action- bzw. Samuraikino ist das eindeutig zu wenig. Auch wenn die Optik stimmt.

Trailer:

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