Terminator 2 – Ab 23.11.17 als Special Edition DVD / BluRay / BluRay 3D Steelbook und 4K BluRay erhältlich

Arnold Schwarzenegger war in den Achtzigern und Neunzigern der Inbegriff von Action. Sein größter Erfolg war zweifelsohne der zweite Teil der Killerroboter-Saga von “König der Welt” James Cameron, der sowohl Regisseur als auch Hauptdarsteller in den Actionolymp hochhieven sollte. Anlässlich der anstehenden Neuveröffentlichung auf Blau- und Silberling musste sich der Film einem Medienhuren-Check unterziehen, ob er auch heute noch in oberster Liga mitspielt.

Regie: James Cameron

Darsteller: Arnold Schwarzenegger, Linda Hamilton, Edward Furlong, Robert Patrick

Artikel von Christian Jürs

 

“Am 29. August 1997 endeten drei Milliarden Leben. Die Überlebenden des nuklearen Feuers nannten den Krieg den Tag des jüngsten Gerichts. Sie überlebten nur um sich einem neuen Albtraum gegenüber zu sehen. Dem Krieg gegen die Maschinen…”

 Wer den Film kennt, dürfte bei diesen Worten einen Gänsehautmoment erleben. Gesprochen wird diese Einleitung von Sarah Connor (Linda Hamilton), die keine schnarchigen Popsongs trällert oder gar Nationalhymnen versaut. Stattdessen ist sie die Mutter des Anführers des menschlichen Widerstandes gegen die Roboterarmeen, John Connor (Edward Furlong). Dieser soll, nachdem ein erstes Attentat auf seine Mutter durch einen Terminator Modell T-800 misslang, von einer weit ausgefeilteren Tötungsmaschine, einem T-1000 (Robert Patrick) eliminiert werden. Dieses Modell, welches aus der Zukunft in die frühen 90er zurückgesandt wurde, besteht aus Flüssigmetall und kann alle erdenklichen Formen annehmen, was die Identifikation deutlich erschwert. Zur Hilfe eilt dem zum Zeitpunkt der Handlung gerade einmal 11 jährigen Menschheitsretter ein weiterer von ihm selbst umprogrammierter Terminator (Arnold Schwarzenegger). Dieser kann zwar den Jungen schnell ausfindig machen, der Quecksilbermann ist ihm aber bereits einen Schritt voraus. Zwar können der Maschinenmann und der Junge entkommen, doch John weigert sich ohne seine Mutter die weitere Flucht anzutreten. Dumm nur, dass diese, nachdem sie alle Welt vom baldigen Untergang überzeugen wollte, im Hochsicherheitstrakt einer Psychiatrie untergebracht wurde…

Zunächst hatte ich ernsthaft überlegt die Inhaltsangabe zu kippen, denn wer “Terminator 2 – Judgment Day” nicht kennt, der lebt höchstwahrscheinlich hinterm Mond gleich links. Ernsthaft, der Film ist ein historisches Stück Kinogeschichte, welches im Bereich Special Effects einst Maßstäbe setzte und auch heute noch, selbst neben großen, aktuellen Blockbusterproduktionen, bestehen kann. Dies liegt neben der technischen Raffinesse auch am perfekten Drehbuch, der punktgenauen Inszenierung Camerons und nicht zuletzt an Arnold, Linda und Co. Ja, “Terminator 2” ist grandioses Popcornkino mit Tiefgang, einer überwältigenden Mischung aus handgemachten- und Computereffekten und atemlos gefilmter Action.

Im Grunde kann ich hier nur eine glatte Kaufempfehlung aussprechen, zumindest, wenn man den Streifen noch nicht im heimischen Regal stehen hat. Denn im letzten viertel Jahrhundert wurde dieses zeitlose Meisterwerk natürlich mehrfach aufgelegt. Allerdings noch nie so schön wie jetzt.

Denn James Cameron hat selbst Hand angelegt und die 3D Konvertierung und generelle digitale Überarbeitung überwacht. Eine Aktion, die bereits seinem anderen Meilenstein “Titanic” gut tat (ja, ich halte den Film tatsächlich für ein Meisterwerk klassischen Hollywoodkinos – die Buhrufe mögen über mich hereinprasseln). So wurden, neben der 3D Bearbeitung außerdem kleine Filmfehler behoben. Wenn Arnie beispielsweise mit dem Motorrad ins leere Hafenbecken springt war bislang immer der Stuntman in dieser Aufnahme sehr gut zu erkennen. Wer die aktuelle Version schaut, wird hier jedoch ganz klar das Gesicht des Gouvernators erkennen. Dies mag dem einen Filmpuristen sauer aufstoßen, dem anderen Konsumenten gefällt es wiederum. Geschmackssache halt.

Mir lag zur Rezension die 3D BluRay vor (und leider nur die, von daher vermag ich das neue Bonusmaterial leider nicht zu bewerten). Hierzu ist zu sagen, dass der 3D Effekt eine gute räumliche Wirkung erzeugt (besonders in der Eröffnungssequenz) und von Doppelkonturen verschont bleibt. Ein Pop-Out-Effekt-Gewitter bleibt erwartungsgemäß aus, Herr Cameron ist schließlich kein Gimmik-Regisseur.

Der Ton liegt, wie schon in der älteren Special Edition in 7.1 vor (auch die deutsche Tonspur erlaubt sich diesen Luxus). Hier darf die Effektspur ordentlich rummsen. Natürlich ist die deutsche Sprachausgabe altersbedingt etwas dünner als in der englischen Originalversion, jedoch klar verständlich und sauber abgemischt.

Als Bonus liegen neben neuen Dokumentationen erneut die beiden Extended-Fassungen vor. Diese wurden jedoch nicht in 3D oder wahlweise 4K konvertiert. Ich persönlich empfinde dies nicht als schlimm, denn der eigentliche Directors Cut ist die Kinofassung.

Wie gesagt, es bleibt die Qual der Wahl. Wer die alte Special Edition bereits sein Eigen nennt und den Film auf seinem 32 Zoll Plasma-TV-Gerät schaut, braucht dieses Update sicher nicht. 3D Fans werden sicherlich zur Steelbook-Variante greifen und 4K-Fans holen sich die High Quality Variante.

Fazit:

Ganz großes, zeitloses Kino in perfekter Veröffentlichung. Wer den Film bereits In der Sammlung hat muss abwägen, ob er erneut Geld investiert. Wer diesen Film noch nicht besitzt oder womöglich gar nicht kennt, sollte schnell zum nächsten Fachhandel laufen und umgehend dieses Versäumnis nachholen. Echte Sammler warten aber bis Januar 2018 – dann erscheint eine Sonderauflage mit T800-Endoskelettarm.

Hasta la Vista, Baby!

Trailer:

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