47 Meters Down – Ab sofort auf BluRay und DVD erhältlich

Dam Dam Dam Dam Dam Dam… Der weiße Hai sorgte einst für Angst und Schrecken in den Badeorten. Doch dank Asylum, die uns ganze Wirbelstürme voller beißender Fische liefern, war das Genre nicht mehr ernst zu nehmen. Erst letztes Jahr gab es mit “The Shallows” wieder einen Hoffnungsschimmer am Horizont. Jetzt ist der neueste Haischocker im Heimkinomarkt erschienen…

 

Drehbuch und Regie: Johannes Roberts

Darsteller: Mandy Moore, Claire Holt, Matthew Modine

Artikel von Christian Jürs

 

Die Geschwister Lisa (Mandy Moore) und Kate (Claire Holt) haben einen gemeinsamen Mexikourlaub gebucht. Zwischen Sonnenbank und Swimmingpool versucht Lisa über ihr Beziehungsende hinweg zu kommen. Ihre unternehmungslustige Schwester zieht sie aus diesem Loch zurück ins Leben und fährt nachts hinaus auf die Partymeile. Dort lernen die beiden Frauen zwei junge Männer kennen, die sie zu einem Bootstrip überreden. Keinem gewöhnlichen, sondern einem, zu dessen Höhepunkt ein  Käfigtauchgang zwischen Mörderhaien gehört.

Während Kate Feuer und Flamme für die Aktion ist, hegen Lisa Zweifel, ob die Zustimmung zu einem Trip auf dem Kahn des zwielichtigen Captain Taylor (Matthew Modine) nicht ein Fehler war. Letztendlich lässt sie sich aber auf das Abenteuer ein. Was zunächst als wunderschönes Erlebnis zwischen den beeindruckenden Meerestieren beginnt, verwandelt sich je in einen Albtraum, als das Seil zum Boot reißt und die Mädchen 47 Meter in die Tiefe stürzen…

Popsternchen Mandy Moore und Claire Holt, die bereits Wassererfahrung als Meerjungfrau in der Kinderserie “H2O – Plötzlich Meerjungfrau” sammeln konnte, hauchen den klischeehaften Drehbuchschwestern tatsächlich genug Leben ein, um Sympathie für beide Charaktere zu gewinnen. Nein, das Schicksal der Schwestern ist dem Zuschauer nicht egal, was die Qual, die wir als Zuschauer die nächste Stunde erleiden müssen, nur noch schlimmer macht. Ja, Qual, aber im positiven Sinne, denn Menschen mit Platzangst werden hier durch die Hölle gehen.

Die Situation in die Regisseur und Drehbuchautor Johannes Roberts die Frauen bringt, ist genial ausweglos. Der Funkkontakt nach oben ist abgebrochen, die Tür zum Käfig blockiert und überall schwimmen riesige weiße Haie um den Käfig herum. Doch die Schwestern erweisen sich als Kämpferinnen, denen man ein wirklich ein Happy End wünscht.

Zwar deutet die Figurenzeichnungen dem erfahrenen Filmfan bereits den höchstwahrscheinlichen Ausgang der Geschichte, doch gibt es hier und da eine unerwartete, aber durchaus glaubhafte Wendung. Natürlich verhalten sich die Haie nicht realistisch, sondern sind wie einst bei Steven Spielberg eiskalte Killer. Wen das nicht stört, der wird hier allerdings bedient. Getrickst sind die flinken Biester, die sich in den dunklen Tiefen des Meeres bewegen, jedenfalls hervorragend.

Wenn ich den Film jemanden auf die Schnelle empfehlen müsste, würde ich sagen es ist eine Mischung aus “Sanctum”, “The Descent” und “Gravity”. Alle diese Filme haben eine ausweglose Situation gemeinsam, aus der sich eine oder mehrere Frauen befreien müssen. Mit Letzterem hat der Film sogar eine Drehbuchwendung gemeinsam. Aber mehr verrate ich an dieser Stelle nicht.

Ich hatte weder den Darstellern (mit Ausnahme von Matthew Modine), noch dem Regisseur wirklich zugetraut, so einen gradlinigen und funktionierenden Schocker zu kreieren. Gerade Johannes Roberts habe ich von seinem 2005er Backwood-Horrorschlocker “Forest of the Damned” als Stümper in Erinnerung. Da half auch kein Auftritt Tom Savinis. Tja, so kann man sich irren und soviel dazulernen kann man in zwölf Jahren Regiearbeit.

Auch technisch kann die Scheibe überzeugen. Bild und Ton sind ausgezeichnet und auch die Synchronisation ist hochwertig. Jedoch gibt es außer diverser Filmtrailer rein gar nichts an Bonusmaterial, was bei so einem Film ein Jammer ist. Auf ein Wendecover hat man ebenfalls verzichtet und so muss man mit dem (immerhin farblich passenden) FSK Flatschen leben.

Fazit:

Langsam atmen und tief Luft holen, denn dieser Schocker hat es in sich. Ein Hai-Light, das keinesfalls “Light” daher kommt. Stattdessen werden klaustrophobische und schreckhafte Menschen hier einen Höllenritt erleben. Absolut empfehlenswert.

Trailer:

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