Medienhuren Sommer Gratisfilm – The last Jaws – Der weiße Killer (1981)

Der Sommer ist vorbei, aber… Einen haben wir noch. Diesmal ist es allerdings kein offizieller JAWS Teil, sondern ein italienisches Rip-Off des KEOMA Regisseurs Enzo G. Castellari. Dieser drehte, drei Jahre nach DER WEISSE HAI 2, sein ganz eigenes Sequel, welches sich teilweise auffallend nah am Originalfilm orientiert und den Verantwortlichen im Hause UNIVERSAL den Schaum vor den Mund entstehen ließ. Wir machen uns da aber gar nichts draus und beenden unser Sommerspecial mit THE LAST JAWS als Gratisstream samt ausführlicher Kritik. Here we go…

Originaltitel: L´ultimo Squalo

Regie: Enzo G. Castellari

Darsteller: James Franziskus, Vic Morrow, Micaela Pignatelli, Joshua Sinclair

Artikel von Christian Jürs

Gleich vorab, “The last Jaws” ist ein echter Scheißfilm, aber einer, der richtig Spaß macht, stammt er doch aus der Zeit, als die italienische Filmindustrie mit Rip-Offs richtig Kohle machen konnte. Wenn dann auch noch “Keoma” und “The Riffs” – Regisseur Enzo G. Castellari das Zepter hinter der Kamera schwingen durfte, kann das Endresultat doch nur unterhaltsam ausfallen. Hier seht Ihr den Meister bei der Arbeit:

Ja, digitale Müllmonster Marke Asylum sucht man hier vergebens. Dieses Technicolor-Meisterwerk hat genau wie Herr Spielberg seine eigene, mechanische Attrappe. Die sieht zwar aus wie ein unbeweglicher Hai auf Cortison, aber dass muss auch so sein in dieser dreisten, aber unterhaltsamen Kopie.

Der Start ist bereits famos: Ein recht talentierter Surferboy darf seine Kunststücke zu der schmissigen Italo-Hit-Nummer “Hollywood Big Times” von Yvonne Wilkins (die kommt bestimmt noch irgendwann groß raus) vorführen. Doch die bedrohliche Unterwasserkamera macht schnell klar, der weiße Hai ist dem smarten Schönling schon auf den Fersen. Zum Ende der Credits ist dann auch sein Ende gekommen. Haps und weg.

Kurz darauf erfahren wir, dass wir uns in South Bay, gleich rechts von Amity Island befinden. Dort stehen sowohl die Surfregatta, als auch die Bürgermeisterwahl ins Haus. Als Teile des Surfbrettes mit verdächtig gezackten Bissspuren auftauchen, sind sich der heimische Haifänger Ron Hamer (Vic Morrow) und der Bestsellerautor Peter Benton (James Franziscus) einig:

„Das sind doch eindeutig Bissspuren. So was richtet doch keine Schiffsschraube an.“

Klar doch, kennen wir: “Das war keine Schiffsschraube. Schon gar nicht ein Korallenriff. Und es war auch nicht Jack the Ripper. Es war ein Hai!”

Bürgermeister William Wells (Joshua Sinclair) will von all dem nichts wissen. „Die Strände werden am 04. Juli offen sein!“ – oder so ähnlich.

Auch ein demoliertes Fischerboot (Ben Gardner???) mit abgerissenem Arm an Bord (wie kommt der da hin? Ist der Hai zum Dinner an Bord gestiegen?) können den sturen Major nicht umstimmen. So kommt, was kommen muss. Haifänger und Romanautor versuchen zwar den Karren aus dem Dreck zu ziehen und das Biest zu erledigen, können aber das Massaker bei der Surfregatta nicht verhindern. Da helfen auch die dünnen Drahtzäune im Wasser nix. Der Hai bricht da durch und das Buffet ist eröffnet.

Doch damit ist das Grauen natürlich noch nicht vorüber. Der Hai sucht sich weitere Opfer, beißt an einer Stelle sogar zwei Beine mit einem Haps ab. Doch als auch Peter Bentons Tochter Jenny (Stefania Girolami Goodwin) bei einem Angriff mit dem Schrecken und immerhin einem Bein davon kommt, ist für unseren Romanautoren, den Haifänger und endlich auch den Bürgermeister der Ofen aus. Der Hai muss weg…

Universal war damals “not amused”, als der Film ins Kino kam. Dank einstweiliger Verfügung verschwand er dann auch schnell von der Leinwand der US-Kinos, wo er seither als “The last Shark” vertrieben wird.

Ich mag den Film, der die genialste “Bein ab” – Szene der Filmgeschichte beinhaltet und möchte ihn Euch hiermit unbedingt näher bringen. “L´Ultimo Squalo 2” sollte übrigens auch noch gedreht werden, da die Attrappe jedoch beim Dreh beschädigt wurde, war nach einem Film Feierabend.

Jetzt wünsche ich Euch viel Spaß. Begleitet James Franziskus uns Vic Morrow, zwei Leinwandhelden, die viel zu früh von uns gingen, bei der Jagd nach einem großen Weißen. Ich mach den Sommer-Bumsladen hiermit dann mal dicht.

Viel Spaß beim Film…

Zur Kritik “Der weiße Hai”

Zur Kritik “Der weiße Hai 2”

Zur Kritik “Der weiße Hai 3”

Zur Kritik “Der weiße Hai – Die Abrechnung”

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