He’s dead, Jim – Star Trek Special – Episode 004/005 – Die Frauen des Mr. Mudd / Kirk:2=?

Da sind wir wieder. Heute bekommen wir es mit seltsamen Wesen zu tun – Frauen. Nicht nur in der heutigen Zeit lassen wir uns von diesen wundersamen Wesen den Kopf verdrehen. Auch die (männliche) Crew der Enterprise hat damit zu kämpfen. Und dann begegnen wir auch noch dem bösen Zwilling von Captain Kirk – da sind mir die Frauen dann doch lieber!

“Mudd’s Women” / “Die Frauen des Mr. Mudd”

Produktionsnummer #4

Sternzeit 1329.8

Die Enterprise verfolgt einen Frachter der in großen Schwierigkeiten steckt. Nach einem mißglückten Fluchtversuch ist der Antrieb defekt, und das Schiff steuert auf ein Asteroidenfeld zu. Kirk befiehlt die Crew an Bord zu beamen. Durch Überlastung brennen die Versorgungskristalle der Enterprise durch. Zu allem Übel befindet sich unter der geretteten Crew der Gauner Mr. Mudd (Roger C. Carmel). Der hat nicht nur ein langes Vorstrafenregister im Gepäck, sondern auch drei attraktive Frauen (Karen Steele, Susan Denberg, Maggie Thrett). Die verdrehen der Crew ganz schön den Kopf. Allerdings scheinen die Frauen der Enterprise davon unbeeindruckt. Als die Enterprise nun auf Rigel XII landen muss, um dort Güter gegen Lithiumkristalle zu tauschen, wittert auch Harry Mudd die Chance auf einen Deal.

Diese als Episode 6 ausgestrahlte Folge, die jedoch als vierte Episode produziert wurde, rückt nun ziemlich Alles so hin wie es im weiteren Verlauf der Serie sein wird. Auch wenn Chekov (noch) fehlt und Uhura – mal wieder – eine gelbe Uniform trägt.  Die Hauptcharaktere haben ihre Persönlichkeiten nun vollends entwickelt und verhalten sich “endlich” angemessen. Der Umgang der Crew untereinander wirkt lockerer, und wir bekommen einen ersten Eindruck der liebevollen Seitenhiebe zwischen Spock und McCoy.

Zur Episode selbst kann ich leider nicht allzu viele positive Worte finden. Die Geschichte um den zwielichtigen Menschenhändler Mudd mit seiner weiblichen Gefolgschaft kommt einfach zu “humorlastig” rüber. Sind es nun die männlichen Crewmitglieder, die sich aufführen wie Hirsche in der Brunft, oder eben Harry Mudd – diese Episode mag nicht so recht ins Franchise passen. Zwar versucht man, besonders im letzten Drittel, der Geschichte einen ernsteren und moralischen Hintergrund zu geben, aber zu diesem Zeitpunkt war der Zug – zumindest für mich – schon abgefahren. Das Ende kommt dann mit einer übertrieben dämlichen Botschaft daher und ist dermaßen unlogisch, dass man sich fragen muss – warum? Mudd – den wir später noch einmal sehen werden – ging mir seit jeher auf die Nerven. Ich bin immer wieder froh wenn eine seiner Episoden vorbei ist.

Fanfakten:

  • Diese Episode war ursprünglich als Pilotfolge der Kirk-Crew im Gespräch.
  • Die hier benötigten Lithiumkristalle sind in späteren Episoden als Dilithiumkristalle bekannt.
  • Harry Mudd werden wir noch ein weiteres mal begegnen. Ein dritter Auftritt war für die Nachfolgeserie “The Next Generation” geplant, konnte allerdings aufgrund des Todes von Carmel nicht mehr realisiert werden. In animierter Form werden wir ihn auch noch einmal erleben dürfen, aber diesen Auftritt zähle ich mal nicht mit.

“The Enemy Within” / “Kirk:2=?”

Produktionsnummer #5

Sternzeit 1672.1

Auf dem Planeten Alfa-177 sollen Gesteinsproben gesammelt werden. Als es durch ein seltsames Mineral zu einer Fehlfunktion des Transporters kommt, wird Kirk in zwei Persönlichkeiten gespalten. Der Eine ist gutmütig und sanft, der Andere aggressiv und Gewalttätig. Durch einen weiteren Test mit dem Transporter kommt die Crew diesem Umstand auf die Schliche. Während Kirk versucht sein anderes “Ich” zu verstehen, überschlagen sich die Ereignisse. “Kirk 2” kann entkommen und will mit allen Mitteln die Gewalt über die Enterprise gewinnen. Auch “Kirk 1” hat derweil ein Problem – die eine Hälfte kann ohne die andere nicht existieren. Ein gefährlicher Versuch muss gewagt werden.

Hier hat man zwei ganze Geschichten zum Preis von nur einer Episode. Während ich den Hauptplot oben beschrieben habe, sitzt ein weiteres Crewmitglied tief in der Sch… – pardon – im Schnee. Und hier kommt auch wieder eines meiner liebsten Stilmittel zum tragen. Diese netten Crewmitglieder, die man nur auf Außenmissionen trifft. Was mit denen wohl passiert?

“The Enemy Within” ist eine wirklich toll erzählte “Jekyll-Hyde”-Variante, in der Shatner in vollem Maße sein brilliantes und theatralisches Overacting ausleben darf. Er überzeugt sowohl als antriebsloser Menschenfreund, als auch in der Rolle des “bösen” Buben. Natürlich mit entsprechend überzogener Mimik und einem bemerkenswerten optischen Unterschied. “Evil Kirk” scheint eine Vorliebe für Kajalstift zu haben. So dumm das auch klingen mag – atmosphärisch eine der stärksten Episoden der ersten Staffel, wenn nicht sogar der ganzen Serie. Es macht einfach Spaß wenn man Kirk dabei zusehen darf wie er weibliche Crewmitglieder begrapscht. Emotional wird es tatsächlich auch, denn ab einem gewissen Punkt in der Episode kippt die Stimmung, und wir bekommen zwei gebrochene Männer zu sehen, die ohne den Anderen verloren sind. Dies gipfelt in einem recht actionreichen Finale, das mit einem Schreckmoment aufhört. Allerdings muss man sagen dass der Rest der Crew hier zu Statisten verkommt. Es heißt: “Alles auf Kirk!” in dieser Folge. Klare Empfehlung, auch für “nicht Trekkies”!

Fanfakten:

  • In dieser Episode darf “Pille” seinen kultigen Ausspruch – “Er ist tot, Jim!” zum Besten geben.
  • Wie kalt es auf dem “Eisplaneten” wirklich ist erfahren wir nicht. Denn es ist nicht klar welche Temperaturskala zum Einsatz kommt.
  • In “The Next Generation” ließ man sich (zumindest) was den Titel betrifft inspirieren. Dort gibt es eine Episode mit dem Titel “Riker:2=?”

Ich verabschiede mich für diese Woche! Ich mich auch! Wer hat das gesagt!?

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