He’s dead, Jim – Star Trek Special – Episode 012/013 – Miri, ein Kleinling / Kodos, der Henker

Heute verschlägt es die Crew der Enterprise auf einen erdähnlichen Planeten der von Kindern bevölkert wird. Doch leider stehen Spaß und Spiel dort nicht im Vordergrund. Und Kirk trifft auf einen alten Bekannten mit dem er noch eine Rechnung zu begleichen hat.

“Miri” / “Miri, ein Kleinling”

Prdouktionsnummer #12

Sternzeit 2713.5

Als die Crew der Enterprise sich zwecks Untersuchungen auf einen erdähnlichen Planeten beamen lässt, finden sie eine seltsame Situation vor. Ein scheinbar verrückter und verunstalteter Mann stirbt vor ihren Augen. Sein Körper scheint von einem undefinierbaren Ausschlag befallen zu sein. Kurz darauf entdeckt die Mannschaft das Mädchen Miri (Kim Darby), die fortan nicht mehr von Kirks Seite weichen will. Schon bald stellt sich heraus, dass der gesamte Planet von Kindern bevölkert wird. Als die ominöse Krankheit die Crew befällt, und die jungen Menschen die Kommunikatoren der Teammitglieder entwendet haben beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.

Bedrückend – anders kann ich diese Episode nicht betiteln. Was anfangs noch als Abenteuer beginnt wird im Laufe der Episode zu einem Horrortrip, der an Traurigkeit und Spannung nicht zu überbieten ist. Auf der einen Seite haben wir die “Kleinlinge”, die einfach nur in einer trostlosen Welt das Nötigste tun um zu überleben, und dann haben wir unsere Crew die gegen ein unbekanntes Virus kämpfen muss um dem sicheren Tod zu entgehen. Für beide Seiten lässt sich dabei Mitleid empfinden, und die zentrale Figur – Miri – ist der tragischste Charakter von allen. An der schwelle vom Mädchen zur Frau stehend muss sie sich nicht nur gegen die drohende Krankheit wehren, sie wird auch emotional auf eine Probe gestellt, als sie sich in Kirk verliebt. Wieder eine dieser Episoden, die als Doppelfolge besser funktioniert hätten, da speziell die letzten 15 Minuten sehr “gehetzt” wirken. Trotzdem – “Miri” ist eine der stärksten Episoden der ersten Staffel.

Fanfakten:

  • In Großbritannien empfand man diese Episode als zu grausam, so dass man sie nach ihrer Erstausstrahlung vorerst nicht mehr zeigte.
  • In dem Nachschlagewerk “Die Welten der Föderation” besagt eine Theorie, dass der “Kinderplanet” eine von Außerirdischen geschaffene Sicherheitskopie der Erde darstellt.

“The Conscience of the King” / “Kodos, der Henker”

Produktionsnummer #13

Sternzeit 2817.6

Bei einer Shakespeare-Inszenierung meint Dr. Leighton (William Sargent), ein alter Freund Kirks, im Hauptdarsteller den brutalen Diktator Kodos (Arnold Moss), der einst ein Massaker auf dem Planeten Tasrus IV anrichtete, zu erkennen. Dies ist auch der wahre Grund warum Kirk eingeladen wurde. Er soll den Verbrecher gemeinsam mit Leighton zur Rechenschaft ziehen. Zunächst weigert Kirk sich, doch als sein Freund das Opfer eines Mordanschlages wird nimmt der Captain die Untersuchungen auf. Durch Nutzung seiner Kontakte bekommt Kirk die Chance die Schauspieltruppe auf sein Schiff zu beamen. Kann er Licht ins Dunkel bringen?

Im Grunde eine sehr gelungene Episode. Die Geschichte bedient sich dabei ein Stück weit menschlicher Vergangenheit, indem sie eine klare und kritische Botschaft an Diktaturen und Massenmord sendet. Ein dunkles Kapitel, welches (nicht nur bei uns) noch gar nicht so lange zurück liegt. Auf mehreren moralischen Ebenen wird dabei hinterfragt ob Rache eine wirkliche Option sein kann, in wie weit man Selbstjustiz als Mittel der Wahl nutzen sollte und ob Verleugnung über ein Schuldbewusstsein siegen kann. Dieses ernste Thema wird – meiner Meinung nach – allerdings ein wenig gestört, indem man eine Affäre zwischen Kirk und Kodos Tochter (Barbara Anderson) eingebaut hat. Diese soll zwar der Handlung dienlich sein, wirkt aber in meinen Augen etwas deplatziert. Deshalb Abzüge in der B-Note, so dass unterm Strich aber immer noch eine sehr gute Folge übrig bleibt. Mein Highlight ist Arnold Moss, der hier überragend spielt.

Fanfakten:

  • Auf einer Party gibt es eine Variation des Star Trek Themas zu hören.
  • Hier hat Janice Rand  noch einmal einen ganz kurzen Auftritt, allerdings spricht sie in dieser Episode keinen Ton.
  • Der Titel der Episode stammt aus dem Shakespeare Werk “Hamlet”.

Das soll es mal wieder gewesen sein. Dieses mal waren es zwei weniger leicht verdauliche Episoden. In der nächsten Woche gibt es dann wieder etwas mehr Action!

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