Mad Mission 5 (1989) – Als BluRay/DVD Combo im Handel erhältlich!

“Alles hat ein Ende…”. So ging im Jahre 1989 auch die Action-Comedy “Mad Mission” ihrem Ende zu. Gegen einen üblen Gangsterboss, Terracotta-Krieger und falsche Anschuldigungen müssen sich unsere schrägen Helden behaupten. Von den Krekel’schen “Digi Dreams Studios” wurde das Werk unlängst in einer toll augestatteten 2-Disc-Edition veröffentlicht.

Originaltitel: Xin zuijia paidang

Regie: Liu Chia-Liang

Darsteller: Sam Hui, Karl Maka, Leslie Cheung, Nina Li Chi, Ellen Chan

Artikel von Victor Grytzka

An “Mad Mission” kam kein Kassettenkind der VHS-Generation vorbei. Die schrägen Abenteuer von “King Kong” und “Kodijack” haben sich in die Köpfe ganzer Generationen eingebrannt. Mit einer ordentlichen Portion Humor und Fäusten aus Stahl hatten sie so manches Ding zu drehen. Mit Teil 5 kam der Abschluss der Reihe der schon deutlich schwächelt, und qualitative Abstriche im Gepäck hat.

King Kong (Sam Hui) und Kodijack (Karl Maka) wollten eigentlich nur ihren Ruhestand genießen. Doch als sie zu Unrecht eines Diebstahls bezichtigt werden, müssen sie sich zusammenraufen und gemeinsam mit den diebischen Geschwistern Cagney und Leslie (Nina Li Chi & Leslie Cheung) den Boss einer Gangsterbande zur Strecke bringen, der die legendären Terracotta-Krieger gestohlen hat.. Auch ein Kopfgeldjäger namens “Rambo” ist ihnen auf den Fersen. Von einer wilden Verfolgungsjagd geht es in die Nächste, und dann sogar bis in den Knast! Erstaunt erfährt unsere Meute, dass der ganze Plan so gewollt war, und stellt sich letztendlich den wahren Gangstern.

Nein, ich habe mir die Story nicht ausgedacht. Und ja, die Geschichte ist so verworren. Dies ist allerdings nur eines der Probleme, die sich durch den gesamten fünften Film der “Mad Mission” Reihe ziehen. Neben einem verworrenen Skript bekommen wir nämlich viel zu viele Charaktere um die Ohren gehauen. Viele tragen nicht unbedingt etwas zur Geschichte bei. Deshalb weiß man oft nicht so recht wer denn nun im Bild ist, und nimmt nur wahr dass man sich gerade (aus irgendeinem Grund) wieder die Grütze aus dem Schädel kloppt. Und da funktioniert die Kiste dann auch. Die Martial-Arts Einlagen sind mal wieder wunderbar anzusehen, zahlreich und über die gesamte Laufzeit verteilt. Leider hakt es gewaltig bei einer Sache. Die Witze und Sprüche – Aushängeschild der Reihe – sind hier so flach, dass man sich teils schon schämen muss. Und wenn sie nicht peinlich sind, dann sind sie schlichtweg nicht lustig. Dies mag auch dem Umstand geschuldet sein, dass man hier ein anderes Studio mit der Synchro beauftragte, und somit auch andere Sprecher als in den Vorgängern zu hören sind. Insgesamt wirkt alles irgendwie erzwungen (“wir müssen lustig sein, verdammt!”). Ein weiteres Problem sind die Sequenzen, die zum größten Teil in der alten dt. Kinofassung fehlten. Diese wurden zur Straffung entfernt und nun, wo sie wieder da sind, weiß man dass dies eine gute Entscheidung war. Nehmen wir z.B. mal die “Knastszene”, in der alten dt. Fassung so gut wie nicht vorhanden, die einfach mal Spielzeit verplempert, ohne auch nur Ansatzweise der Geschichte dienlich, oder wenigstens lustig zu sein. Also, was bleibt denn dann von den “Terracotta-Kriegern”? Außer der Action leider nicht viel, auch wenn Leslie Cheung (we miss you!) den Film deutlich aufwertet.

Die Scheiben kommen als Combopack (DVD und BluRay) und bieten identischen Inhalt. So gibt es neben dem Directors Cut, der Originalfassung und der alten dt. Videofassung eine ganze Menge an Extras obendrauf. Aushangmaterial, Trailer, Featurettes, Hintergrundinfos – typisch Krekel! Qualitativ kann man auch nicht meckern. Das Bild ist ordentlich und bietet genug Schärfe, bedenkt man doch das unbearbeitete Ausgangsmaterial, das man noch von alten VÖs kennt. Da liegen Welten dazwischen, auch wenn man natürlich keine ultimative HD-Referenz erwarten darf. Die Tonspuren (Stereo und als Raumklang-Upmix) präsentieren sich relativ sauber, könnten allerdings etwas mehr Druck vertragen.

Fazit:

Mad Mission 5 braucht man nicht unbedingt – zumindest im Directors Cut. Zu viele Längen gesellen sich zu dem, an sich schon, eher leidlich witzigen Vertreter der Reihe. Die Action passt allerdings, und wem das genügt darf zugreifen. Die ordentlichen Extras und die wirklich gute Qualität der Scheiben entschädigen ein wenig für den schwachen Film.

Trailer:

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