Die drei Fragezeichen und der dreiäugige Totenkopf – Finale der zweiten Planetariumsstaffel

Noch ein paar Wochen habt Ihr die Gelegenheit, Justus, Peter und Bob bei ihrem vorerst letzten Planetariumsabenteuer zu begleiten. Als Vorlage diente diesmal ein Graphic Novel, ein Comic der drei Detektive, dessen Thematik, ein Smaragd verschwand vom Set eines Horrorfilmsets, auch Genrefans begeistern dürfte.

Regie: Heikedine Körting

Sprecher: Oliver Rohrbeck, Jens Wawrczeck, Andreas Fröhlich, Thomas Fritsch, Holger Mahlich

Artikel von Christian Jürs

Nachdem ich die Neufassung der SCHWARZEN KATZE leider verpasst habe, ging es für mich samt Freunde und Familie nach DIE DREI FRAGEZEICHEN UND DAS VERSUNKENE SCHIFF erneut ins Planetarium in Hamburg. Diesmal lag der erste Comic der drei Freunde dem Hörspiel zugrunde, welches 2015 veröffentlicht wurde.

Es ist ein stinknormaler Tag beim Trödelhändler Titus Jonas, als plötzlich das Telefon klingelt. Ein älterer Herr fleht um Hilfe und bittet die Jungs in seine Villa. Dort entpuppt sich der Rollstuhlfahrer als Horrorfilm-Regielegende James Kushing, Dieser erzählt den Jungs von den Dreharbeiten seines letzten Werkes, welches nie vollendet wurde, da am Set ein wertvoller Smaragd abhanden kam. Jetzt, Jahre später, erwachte er morgens mit einem dreiäugigen Totenschädel auf den Arm tätowiert, einem Zeichen, dass in direkter Verbindung mit den Dreharbeiten stand.

Natürlich übernehmen die drei Detektive den Fall und ermitteln in den Kreisen der ehemaligen Filmcrew, sowie innerhalb eines Horrormuseums, in dem allerlei gruselige Figuren wie Michael Myers oder Chucky die Mörderpuppe sich die Ehre geben. Ein ganz besonderer Spaß für Angsthase Peter…

Hier liegt auch meine einzige Kritik an der ansonsten großartig funktionierenden Folge. Peter hat Angst vor Horrorfilmen, während Bob diese mit Genuss zelebriert. Fans der ersten Stunde werden sich hier an die Ur-Fassung des ROTEN PIRATEN erinnern, in dessen unzensierter Fassung (nicht auf CD erhältlich) Peter von Zombiefilmen schwärmt. Aber das ist kleinkariert, so etwas passiert nun einmal bei mehreren Autoren.

Ansonsten erwartet den Besucher ein wirklich spannendes Abenteuer der einstigen Juniordetektive, die hier nicht mehr Drahtesel fahren, sondern mit Bobs VW Käfer unterwegs sind. Diese Passagen gehören übrigens optisch, neben dem Horrormuseum, zu den größten Stärken der Folge. Insbesondere die spektakuläre Flucht durch ein Maisfeld wusste zu gefallen.

Ohne weiter ins Detail zu gehen, um Spoiler zu vermeiden, kann ich jedem Hörspielfan den Besuch dieser optisch- und visuell beeindruckenden Folge nur ans Herz legen. Die an die Decke des Planetariums projezierten Bilder unterstützen die Atmosphäre ungemein. So setzte in einer regnerischen Szene ein leichtes Frösteln bei mir ein.

Erzähler ist hier noch der geniale Thomas Fritsch, der ja unlängst von Axel Milberg abgelöst wurde. Ansonsten gibt es neben Rohrbeck, Wawrczeck und Fröhlich einen kleinen Auftritt von Karin Lieneweg alias Tante Mathilda. Vor allem aber Holger Mahlich (Inspektor Cotta) verdient Erwähnung, darf er sich hier stimmlich besonders austoben. Warum? Wird nicht verraten.

So bleibt mir nur noch einmal eine Empfehlung auszusprechen, unbedingt schnell Karten zu bestellen. Denn die Vorstellungen sind sehr beliebt und meist ausverkauft. Wer es verpasst, verpasst auch die wohl genialste Szene an einem Science Fiction Film Set, die ich jemals hören durfte. Seid gespannt.

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