Mother of Darkness (2017) – Ab 5. Juli auf DVD und BluRay erhältlich!

1136total visits.

Da geht was vor in diesem alten Haus. Tiberius füllt das Sommerloch mit einer amerikanischen Gruselproduktion. Geister und Häuser – schon wieder! Nun ja, es soll ja Leute geben die so etwas gerne schauen. Und deshalb habe ich mich rund 80 Minuten lang von dem Werk des amerikanischen Regisseurs Austin Reading berieseln lassen. Kann ich Euch den Spukhaus-Film empfehlen…?

Originaltitel: Darkness Rising

Regie: Austin Reading

Darsteller: Tara Holt, Bryce Johnson, Katrina Law, Ted Raimi

Artikel von Victor Grytzka

„Mamaaaaa, Tiberius lügt schon wieder!“. Nein, das habe ich nicht im städtischen Kindergarten aufgeschnappt, sondern selbst gesagt als nach 80 Minuten der Abspann über den Bildschirm flimmerte. Nur weil ein Hund dabei ist, es Dämonen / Geister gibt und ein Haus involviert ist, heißt das noch lange nicht dass man kackdreist mit drei großen Horrorklassikern werben darf. Denn damit hat die „Mutter der Dunkelheit“ ungefähr genau so viel zu tun wie eine (Medien)Hure mit Jungfräulichkeit.

Okay – also… Die Handlung ist irgendwie doof und schnell erzählt. Madison (Tara Holt) verschafft sich Zutritt zu ihrem Elternhaus, in dem vor Jahren etwas schreckliches geschehen ist. Ihre Mutter ist durchgedreht und hat versucht sie zu töten. Warum sie da ist? Einfach nur weil wegen isso. Sie möchte irgendetwas herausfinden und Licht ins Dunkel bringen. Also schnappt sie sich ein paar Freunde, und schon wird das dunkle Gemäuer unsicher gemacht. Böse Überraschungen lassen nicht lange auf sich warten…

Zunächst fiel mir die – für Tiberius Film – gut gemachte Synchro auf. Kein Profiergebnis, aber um Längen besser als Vieles was wir sonst von diesem Label gewohnt sind. Irgendwie fängt der Film dann auch recht interessant an. In einer Rückblende lernen wir ein kleines Mädchen kennen, das mit ihrem Dad – gespielt von Ted Raimi – verstecken spielt. Und da entdeckt sie etwas furchtbares. Was es ist das sehen wir nicht, aber es macht doch neugierig. Und dann geht es auch schon los. Ein paar Leute brechen in das Haus ein. Madison sammelt alle möglichen Erinnerungsstücke auf, ihre Freundin klaut uralte Schmerzmittel um sich zu berauschen (!!), dann wird gebumst. Der Strom schaltet sich ein, es rumpelt, ein Höllenhund taucht auf, ein Geisterkind und zackbumm und huiii-buuh. Das war jetzt aber nicht gruselig.

Nicht nur, dass die Story langweiliger kaum sein könnte. Darüber hinaus strotzt sie noch vor Logiklöchern, rutscht teils in hanebüchene Bereiche ab und versucht wirklich alles, um irgendwie gruselig sein zu wollen. Das klappt aber nicht wenn man sich auf Charaktere stützt die einem egal sind, und dabei nur mit den üblichen Jumpscares um die Ecke kommt. Ach, und Blut! Blut ist toll. Deshalb blutet es in diesem Film aus allen Löchern (nicht zweideutig gedacht).  Versteht micht bitte nicht falsch, Blut als Gruselelement kann funktionieren, sofern ein Gruselfaktor schon vorhanden ist.  Irgendwie schafft es dann noch ein Dämon Besitz von Maddies Freundin und Mitbewohnerin zu ergreifen, und es kommt die „finstere“ Wahrheit über die Geschehnisse von Damals ans Tageslicht. Und die ist nun mal so gar keine Überraschung und eher zweckmäßig. Auf jeden Fall gibt es dann wieder „Buh-blahdiblah“ und das abgrundtief Böse, bevor ein 0815-Finale dieses Abziehbild eines Horrorfilms ausklingen lässt.

Allzu viele Dinge sind bei mir – obwohl die Sichtung erst gut 1 1/2 Stunden her ist – nicht hängen geblieben. Dabei war ich hellwach. Solch einen Eindruck hat ein Film selten nicht bei mir hinterlassen. Aber an eine Sache kann ich mich doch ganz gut erinnern. Das Haus!

Jetzt stand der Schuppen 20 Jahre leer. An der Tür sind immer noch die Polizeiabsperrbänder, kein einziges Fenster ist kaputt und sogar der Garten sieht noch recht gepflegt aus. Im Haus selbst ist es sehr aufgeräumt, kein Zeichen von Dreck, Schimmel, oder Staub. Aber natürlich hat die Polizei damals vergessen, einen riesigen Blutfleck auf dem Boden zu beseitigen, der für seine 20 Lenze noch so erfrischend aussieht, dass Graf Dracula den Boden energisch ablecken würde, würde er dies sehen. Alles ist schn adäquat an seinem Platz, und sieht irgendwie nicht so aus, als hätte dort eine irre Mutter gewütet. Natürlich findet man dort auch ein Tonband mit Aufzeichnungen von Maddies Vater. Ich bin mir sicher dass die Polizei das damals da liegen gelassen hat weil das ja total unwichtig war, oder einfach keinem aufgefallen ist. Dabei ist es noch nicht mal gut versteckt. Aaaaahhh….

Die schauspielerischen Leistungen gehen in Ordnung. Das ist aber auch so ziemlich der einzige Punkt, dem man dem Film irgendwie positiv anrechnen kann.

Fazit:

Schnarch! Mal wieder ein Film, den die Welt nicht braucht. Vielleicht mal ein Tipp an Tiberius: Statt monatlich 5-6 Filme raus zu hauen, von denen (mit Glück) einer oder zwei „ganz okay“ oder auch „gut“ sind, solltet ihr einfach mal besser selektieren was ihr auf den Markt bringt. Denn auch im B-Film Sektor gibt es einige Schätze zu entdecken. Ab und an habt ihr feine Sachen dabei, konzentriert Euch doch darauf. Am Ende bringt es doch nichts,dass ihr in Massen „Ramschtischware“ auf den Markt schmeißt. Denn an euer Label wird man sich dadurch nicht erinnern.

Trailer:

 

Zurück zur Startseite