Mission: Impossible – Fallout (2018) – Ab sofort in 2D und 3D und IMAX 3D im Kino

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Seit 22 Jahren kämpft Tom Cruise jetzt als Ethan Hunt, Agent der IMF (Impossible Missions Force), für die Gerechtigkeit. Da die Vorabkritiken sich förmlich überschlugen, sahen sich auch die Medienhuren gezwungen diesen Kritikerauftrag anzunehmen. Ist der Film wirklich so gut oder verpufft er wie die Missionstonbänder innerhalb von 5 Sekunden nach der Vorstellung?

Regie: Christopher McQuarrie

Darsteller: Tom Cruise, Simon Pegg, Ving Rhames, Henry Cavill, Alec Baldwin, Rebecca Ferguson, Michelle Monaghan

Artikel von Christian Jürs

Schon der Beginn ist ein ungewöhnlicher im MISSION: IMPOSSIBLE Franchise: Ethan Hunt (Tom Cruise) träumt von seiner einstigen Hochzeit mit Julia (Michelle Monaghan). Doch der Traum entwickelt sich zum Albtraum, als der Geistliche in seiner Predigt Ethan wegen seines Berufes und der dadurch entwickelten Lügen und Gefahren an den Pranger stellt.

Unsanft aus seinem Schlaf erwacht muss sich Ethan einem ganz realen Albtraum stellen. Er nimmt einen Einsatz an, bei dem er und sein Team waffenfähiges Plutonium sicher stellen sollen. Hierbei gerät Luther (Ving Rhames) in die Fänge der bösen Jungs. Hunt muss sich entscheiden zwischen dem Leben seines Freundes und dem möglichen Tod von Millionen von Menschen. Er entscheidet sich für Ersteres, was seinem Vertrauen bei den anderen Regierungsbeamten in Mitleidenschaft zieht. Deshalb legt man ihn an die Kette, bzw. unter Beobachtung durch den CIA-Agenten August Walker (Henry Cavill). Dieser begleitet Hunt und sein Team nach Paris, wo sie Kontakt mit der geheimnisvollen White Widow (Vanessa Kirby), die der Schlüssel zum Plutonium sein soll, aufnehmen wollen. Wird es Hunt gelingen, den Fehler vom ersten Einsatz wieder auszubügeln?

Achtung Spoiler…. natürlich gelingt dies. Und da dies in einem MISSION: IMPOSSIBLE Film kein echter Spoiler ist, verrate ich hier auch nicht mehr über die Handlung, die tatsächlich zu den spannendsten, nein, eigentlich DIE spannendste Story im IMF-Universum ist. Warum? Nun, erstmals seit dem Beginn in Teil eins scheitert das Agententeam anfangs kläglich. Doch damals gab es den Verräter in den eigenen Reihen. Dieser bleibt jedoch hier erstmal aus. Es kommt sogar noch stärker: Regisseur McQuarrie, der ja mittlerweile sowas wie der Hausregisseur von Tom Cruise ist, teasert innerhalb dieser Szene eine Autoverfolgungsjagd und somit den Start in die Action an, lässt diese jedoch zugunsten des Scheiterns fallen.

Doch keine Angst, liebe Actionfans, ihr werdet ganz sicher nicht enttäuscht den Kinosaal verlassen. Denn nach und nach überschwemmt die Action den Film, der immer wieder mit recht raffinierten Verwirrspielen und Wendungen wie ein Agententhriller der alten Schule wirkt, nur halt mit zeitgemäßer, krachender Action. Diese hat es zweifelsohne in sich. So bekommen wir anfangs neben einem riskanten Fallschirmsprung ins Unwetter noch eine Schlägerei auf einer Clubtoilette, deren Wuchtigkeit das niedrige PG-13 Rating, bzw. die FSK 12 Freigabe, vergessen macht. Wenn dann noch eine atemlose Verfolgungsjagd durch die Pariser Gassen folgt, sitzt man wie gebannt im Kinosessel. Nicht zu vergessen der legendär missglückte Sprung von Gebäude zu Gebäude, bei dem sich Cruise den Knöchel brach, jedoch gut erkennbar mit nachgezogenem, rechten Bein aus dem Bild humpelt. Unfassbar wie sich der Mime zum Jackie Chan Hollywoods entwickelt hat und nebenbei noch Schauspielfilme wie BARRY SEAL abliefert.

Doch auch MISSION: IMPOSSIBLE – FALLOUT ist ein Film voller grandioser, teils wiederkehrender Schauspieler wie der herrlich knurrige Alec Baldwin, die kämpferische Rebecca Ferguson oder aber die immer wieder bezaubernde Michelle Monaghan. Hinzu kamen noch Mimen wie Angela Basset oder der wirklich hier gut hereinpassende Henry Cavill. Auch Simon Pegg und der eingangs erwähnte Ving Rhames sind wieder mit dabei, wobei Pegg den Kaspermodus angenehm zurückschraubt und lediglich für ein paar nette Lacher sorgt.

So wird der Film, der mit zunehmender Laufzeit von immerhin 148 Minuten immer furioser und spannender wird, zu keiner Sekunde sein Publikum langweilen, auch wenn der Vorgänger durchaus leichtfüßiger daher kam.

Wer sich davon nicht abschrecken lässt bekommt Adrenalinkino mit Sinn und Verstand und einem schweisstreibenden Finale, welches einen furiosen Abschluss der Ära Cruise im MISSION: IMPOSSIBLE Franchise bilden könnte, denn der Star wird auch nicht jünger und einen Auftritt wie Roger Moore in IM ANGESICHT DES TODES möchte er sich sicher ersparen.

MISSION: IMPOSSIBLE Teil 6 überzeugt auf ganzer Linie, auch wenn das (zugegeben gute) 3D einmal mehr nur dem Zwecke dient, den Preis für die Eintrittskarte in die Höhe zu treiben. Doch ob 3D oder 2D, an diesem Film gibt es diesen Kinosommer kein vorbei. Ich glaub, ich geh noch einmal rein.

Trailer:

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