He’s Dead, Jim – Star Trek Special – Episode 019 – Tödliche Spiele auf Gothos

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Die Crew der Enterprise meldet sich zurück an Bord der Medienhuren. Doch leider muss die Crew das Schiff schnell wieder verlassen. Denn ein seltsamer Schlossherr möchte ein Spiel mit den Sternenseglern spielen. Ob die Crew jemals wieder an Bord zurück kommt? Der Gastgeber dieser „Party“ könnte damit nämlich ein Problem haben…

„The Squire of Gothos“ / „Tödliche Spiele auf Gothos“

Produktionsnummer #19

Sternzeit: 2124.5

Ach, ist das schön wieder mit Star Trek weiter zu machen. Irgendwie war es in letzter Zeit schon ein wenig stressig. Wäre es da nicht schön, wenn man mit guten Freunden und einem netten Gastgeber an einer reich gedeckten Tafel sitzen könnte? Genau dies tut unsere Sternencrew, und lernt dabei einen schrägen Aristokraten kennen, der – getreu dem Motto „Brot und Spiele“ – eine nette Gesellschaft zu seiner persönlichen Unterhaltung schätzt.

Die Crew der Enterprise durchstreift einen unbekannten Sektor der Galaxis, als Kirk und Sulu plötzlich verschwinden. Auch nähere Untersuchungen liefern keine Hinweise auf den Verbleib der Beiden. Doch dann erscheint eine Nachricht auf dem Hauptschirm, die ein netter Gruß aus einer längst vergangenen Zeit zu sein scheint. Der Planet Gothos stellt sich als Ursprung des ganzen heraus, und so wird schnell ein Landetrupp – unter ihnen der Geologe Jaeger (Richard Carlyle), Lt. DeSalle (Michael Barrier) und „Pille“ McCoy – auf die Planetenoberfläche geschickt, die sich als recht lebensbejahend herausstellt. Schnell stoßen sie auf ein altertümliches Schloss, welches von Trelane (William Campbell) bewohnt wird, Sulu und Kirk befinden sich bereits dort, und so beginnt eine seltsame Party, von der der Rest der Crew ebenso wenig verschont bleiben wird, wie Kirk, Sulu, Pille, Jaeger und DeSalle…

Schon wieder eine eher „märchenhafte Episode“, die nicht unbedingt neue Themen aufgreift, und sich eher den bewährten Konzepten bedient. Ein Wesen, das unbedingt Gastfreundschaft sucht? Gab es schon. Eine surreal wirkende Umgebung wie aus einer anderen Zeit? Auch schon mal da gewesen. Geschwollene Dialoge und Aristokraten-Flair – hatten wir auch schon. Dennoch – eine unterhaltsame Episode, schön inszeniert, aber definitiv kein wirkliches Highlight der Serie. Dafür sind die eben erwähnten Handlungsmuster zu abgedroschen. Denn irgendwie ist ja klar was passiert.

Die Leute wollen auf keinen Fall dort bleiben. Die Crew an Bord der Enterprise schafft es, die Besatzung zurück zu holen. Trelane wendet ein paar Mindtricks an, und schon sind wir wieder am Ort des Geschehens. Kirk ist natürlich der Held des Tages, und die ganze Sache geht – dank Maßregelung seitens der Eltern Trelanes, die das aufmüpfige Verhalten ihres Sohnes satt sind – natürlich gut aus. Eine ordentliche Portion Humor, gepaart mit flapsigen Sprüchen, sorgt für kurzweilige Unterhaltung. Die Sets erinnern an Märchen, wie man sie noch aus DEFA-Zeiten kennt und verbreiten die passende Stimmung. Auch wenn es gegen Ende der Folge ein paar nette Momente gibt, als sich Kirk z.B. auf einer Anklagebank wieder findet und in einem Duell gegen Trelane bestehen muss, so ist dies zwar nett, aber irgendwie auch nichts neues mehr. Schade.

Kurz zusammengefasst möchte ich sagen, dass das Abenteuer auf Gothos keine schlechte Episode ist. Fans der eher surrealen und lockeren Folgen werden ihre Freude daran haben. Mir wirkt es insgesamt etwas „Ideenlos“, da die bisherigen Folgen zum Teil auch schon in solche Stories abdrifteten. Mal sehen, was uns in der nächsten Woche erwartet!

Fanfakten:

  • Die Kulisse wird in der späteren Episode „Das Spukschloss im Weltall“ noch einmal verwendet.
  • „Tödliche Spiele auf Gothos“ war die letzte Episode, die bei der Erstausstrahlung der Serie im ZDF gezeigt wurde.
  • In Matt Groenings „Futurama“ wird diese Episode parodiert.

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