10 Filme für das Fest – Victors Hurenween Tipps

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Was wäre ein Hurenween-Fest ohne eine ordentliche Party? Nichts! Und was gehört zu jeder Party? Richtig, Filme! Die Medienhuren präsentieren Euch nach und nach ihre Tipps zum Gruselfest. Den Anfang macht Victor, und hat neben ein paar wirklichen Klassikern auch ein paar „Geheimtipps“ im Gepäck!

Artikel von Victor Grytzka

Happy Hurenween wünsche ich Euch! Solltet ihr noch nicht wissen, was ihr denn nun in der Nacht des 31. Oktobers schauen sollt, so gebe ich euch gerne gruselig-grausige Tipps für Jung und Alt! Vielleicht ist ja etwas für euren Geschmack dabei!

Scared – Endstation Blutbad (Rap nawng sayawng khwan)

(Thailand / 2005 / Regie: Pakphum Wonjinda)

Eine Gruppe junger Studenten der Medienwissenschaften soll einen Ausflug in einen unheimlichen Wald unternehmen. Nachdem ihnen die Durchfahrt zu ihrem Ausflugsziel untersagt wird, erfahren sie von einer alternativen Route. Doch was ihnen keiner gesagt hat – der Wald birgt ein tödliches Geheimnis. Der Ausflug gerät schnell außer Kontrolle und fordert die ersten Opfer…

„Scared“ präsentiert sich als unheimlich düsterer und atmosphärischer Slasher. Knallharte und kreative Kills, gepaart mit nervenzerfetzender Spannung. Das thailändische Werk muss sich hinter großen Produktionen nicht verstecken, erinnert Streckenweise in der Machart an die hochgelobten „Franzosen“, und haut den Zuschauer mit einem bombastischen Finale aus dem Sessel! Definitiv NICHTS für zartbesaitete Zuschauer! Ein schockierendes Erlebnis für Horrorfreaks!

Amityville Horror (The Amityville Horror)

(USA / 1979 / Regie: Stuart Rosenberg)

Das Ehepaar Lutz zieht mitsamt Kindern in ein idyllisches Farmhaus in einem malerischen Vorort ein. Doch schnell wird klar, dass sie dort nicht erwünscht sind. Eine unheimliche Macht terrorisiert die Bewohner mit Geistererscheinungen, und vor allem der Vater der Familie scheint unter dem Einfluss böser Mächte zu stehen. Auch eine „Reinigung“ durch einen Geistlichen bringt keinen Erfolg.

Eine Paradebeispiel für einen gruseligen Geisterfilm. Die perfekte Kost, um sich an Halloween schlotternd unter der Bettdecke zu verkriechen. Basierend auf wahren Begebenheiten und mit hochkarätiger Starbesetzung – eine unheimliche Begegnung mit dem abgrundtief Bösen, die dem Begriff „Horror“ ganz neue Dimensionen einhaucht. Der Film hat trotz seines Alters nichts von seiner Faszination verloren. GET OUT! „Amityville Horror“ genießt man am Besten in einem abgedunkelten Raum!

Ein Sprung in der Schüssel (Hysterical)

(USA / 1983 / Regie: Chris Bearde)

Cape Hellview, 1982. Der Autor Frederic Lansing bezieht einen alten Leuchtturm, um dort in Ruhe einen seriösen Roman zu verfassen. Was er nicht weiß – jener Leuchtturm sorgte vor 100 Jahren für den Tod einer kompletten Schiffsbesatzung, nachdem die schöne Felicia und ihr Betthupferl, der Kapitän James Howdy in einen Streit gerieten. Der Geist von Howdy wird vom Geist Felicias – der immer noch im Leuchtturm haust – heraufbeschworen und verwandelt die Einwohner von Hellview in lethargische Untote. Auch Lansing wird von Dämonen befallen, und verwandelt sich dann und wann in einen Dr. Jekyll Verschnitt. Einzige Hoffnung sind der trottelige Dr. Barton und sein Assistent Fritz.

„Scary Movie“ ist ein Scheiß dagegen – Slapstick und Anarchie! So lässt sich diese Horrorkomödie am besten beschreiben. Kein Auswuchs der damaligen Pop- und Horrorkultur wird verschont von derben Gags und saublöden Hirnfürzen! Egal ob Dracula, Freitag der 13., Taxi Driver oder der Exorzist. Hier bekommt ein Jeder sein Fett weg. Der perfekte Film für die Lachmuskeln! Allerdings muss man selbst einen an der Pfanne haben, um „Hysterical“ etwas abgewinnen zu können. Ich liebe diesen Film und schmeiße ihn – aufgrund seiner perfekten Gruselatmosphäre – immer wieder gerne zu Halloween in den Player.

Hansel & Gretel (Henjel gwa Gueretel)

(Südkorea / 2007 / Regie: Pil-Sung Yim)

Nach einem Unfall sucht ein junger Mann Hilfe in einem Haus tief im Wald. Dort leben drei Kinder mit ihren Eltern. Anfangs wirkt alles noch normal, doch die Eltern der Kinder scheinen nicht sehr begeistert von der Familienidylle. Schon bald verschwinden die beiden, und schon bald ist der Hilfe suchende mit den Kindern auf sich allein gestellt. Nach und nach stellt er seltsame Verhaltensweisen bei den Sprösslingen fest, und stößt bei Recherchen auf eine dunkle und traurige Vergangenheit, die böser nicht sein könnte.

Mehr ein Mix aus Drama und Fantasy, als wirklicher Horror. Dennoch – diese sehr freie Interpretation des klassischen Märchens spart nicht mit beängstigenden Momenten. Eine gewisse Kälte zieht den Zuschauer in seinen Bann. Für Halloween ein definitiver Tipp, da es nicht immer um Dämonen oder Killer gehen muss, um einen Filmfan wirklich mit zu reißen. Eine emotionale Achterbahnfahrt, die einen schaudernd und traurig zurücklässt. Ein gutes Beispiel für die stärken des koreanischen FIlms, und leider weit weniger beachtet, als die „Blockbuster“ aus Asien! Ansehen! Sofort!

Meine Teuflischen Nachbarn (The Burbs)

(USA / 1989 / Regie: Joe Dante)

Ray Peterson möchte eigentlich nur eine Sache – seinen Sommerurlaub in seinem Vorgarten genießen. Doch dann ziehen die Klopeks in die Nachbarschaft und wecken das Interesse von Ray und seinen Freunden. Irgendetwas stimmt mit den neuen Nachbarn nicht. Sie scheinen sich am Tage zu verstecken, und in der Nacht seltsame Experimente in ihrem Keller zu machen. Als Walter, einer der Bewohner der Straße spurlos verschwindet, nehmen Ray und seine Freunde das Haus der Klopeks genauer unter die Lupe.

Ein herrlicher Spoof auf die Vorstadt und ihre Eigenheiten. Verschwörungen, Theorien, Gerüchte und Grusel. Joe Dante nimmt hier gekonnt das beschauliche Leben der Arbeiterklasse auf die Schippe. Ein schräger Trip durch die Bürger Amerikas – und man muss sie einfach lieb haben. Ray Peterson, General Mark Rumsfield, Art Weingartner und Ricky Butler. Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr. Bei allem Humor überzeugt auch die Horrorstory, die herrlich stereotyp inszeniert ist und dabei auch nicht mit Anspielungen auf das Gruselgenre geizt. Dazu empfehle ich Salzbrezeln und eine Büchse Sardinen!

Man-Eater – Der Menschenfresser (Antropophagus)

(Italen / 1980 / Joe D’Amato)

Eine Gruppe von Menschen legt auf einer scheinbar verlassenen Insel an. Das kleine Dorf scheint unbewohnt. Doch, warum? Wo sind die Inselbewohner, und was treibt eine mysteriöse alte Frau alleine auf dieser Insel. Der schrecklichen Wahrheit kommt die Gruppe noch früher auf die Schliche, als ihnen lieb ist. Ein durchgeknallter Kannibale treibt sein Unwesen in den engen Gassen des Dorfes. Und er hat Hunger…

Ein wenig Trash an Halloween muss auch sein. Man-Eater ist wohl einer der berühmt-berüchtigsten Horror- / Splatterfilme des italienischen Kinos. Ist er deshalb ein wirklich guter Film? Nein, definitiv nicht! Aber trotzdem schafft es D’Amato eine beklemmende Atmosphäre zu erzeugen. Und das unabhängig vom eher aufgesetzt wirkenden Splatter. Klar, das Fötus-Frühstück hat Kultstatus, sah allerdings Damals wie Heute einfach nur beschissen-billig aus. Trotzdem, der „Man-Eater“ geht in geselliger Runde immer und hat zumindest die „rotzige“ Atmosphäre, die man sich für einen Halloween-Abend wünscht.

Hotel Transsilvanien (Hotel Transylvania)

(USA / 2012 / Regie: Genndy Tartakovsky)

Graf Dracula betreibt ein Monsterhotel und hat es wirklich nicht leicht. Seine Tochter Mavis wird langsam Erwachsen, wagt aus Neugier einen Ausflug in das Dorf der Menschen und schleppt schon bald den ersten Freund ins Haus. Johnny heißt der Auserwählte. Er ist nicht nur ein Tollpatsch, sondern zu allem Überfluss auch noch Mensch. Das dürfte Daddy gar nicht schmecken, denn der hat seine ganze eigene Meinung von den normal Sterblichen. Auf einer Party im Schloss geben sich die Monster die Klinke in die Hand. Unter ihnen auch Johnny, gut getarnt in einer Verkleidung. Dass das nicht lange gut geht sollte allerdings klar sein…

Auch ein Film für die ganze Familie hat es in meine Watchlist für das Kürbisfest geschafft. Hier werden die klassischen Filmmonster mit viel Herz und Humor präsentiert, so dass auch die ganz Kleinen ohne Angst das Fest genießen können. Aber auch die Erwachsenen werden an der schräg inszenierten Geschichte und den zum Brüllen komischen Gags ihre Freude haben. Gruselspaß für die ganze Familie, der sich allerdings nicht nur auf platte Comedy verlässt, sondern auch ein paar emotionale Momente einbaut. Sehe ich immer wieder gerne!

Mad Monster Party?

(USA / 1967 / Regie: Jules Bass)

Der Baron Frankenstein hat eine bahnbrechende Entdeckung gemacht, und will diese nun all seinen Monster-Freunden mitteilen. Dazu läd er auf sein Schloss. um dort mit allem Pomp und Getöse eine dicke Sause steigen zu lassen. Auf der Gästeliste befindet sich auch sein Neffe Felix, der das komplette Gegenteil eines Furcht einflößendes Monster darstellt, und ein ganz normales und Menschliches Leben führt. Dort angekommen nähert er sich Francesca, Frankensteins Assistentin und seine eigene Kreation, an. Wird Felix sich überzeugen lassen in die Fußstapfen seines Onkels zu treten, und wird er das Herz von Francesca gewinnen können?

Bei uns lief „Mad Monster Party“ vor ewigen Zeiten mal im Fernsehen, und ist auf Silberling nur in den USA zu erwerben. Dies wollte ich interessierten Lesern nur schon einmal mitteilen. Und schon wieder haben wir es hier mit einem Film zu tun, der für die ganze Familie geeignet ist. Gewisse Parallelen zu „Hotel Transsilvanien“ lassen sich dabei nicht von der Hand weisen, auch wenn der Humor und die Botschaft hier ein gänzlich anderer ist. Hier wird richtig viel Vibe der 60er Jahre verbraten, inklusive Skelett-Rockband, wilden Saufgelagen und krachenden Schlägereien unter Trunkenbolden! Der Film wird nichts für die ganz Kleinen sein, Kinder ab 8 Jahren (meine persönliche Empfehlung) dürften allerdings keine Probleme damit haben. Auch toll – die Stop-Motion Animationen! Hier steckt viel Arbeit drin!

Woodoo – Die Schreckensinsel der Zombies (Zombi 2)

(Italien / 1979 / Regie: Lucio Fulci)

Nachdem das führerlose Boot des Vaters von Ann Bowles in New York strandet, macht sie sich mit einem Reporter auf den Weg in die Südsee. Die Insel Matul soll ihr Ziel sein, da ihr Vater dort gemeinsam mit dem Wissenschaftler Dr. Menard gearbeitet hat. Schon auf dem Weg zur Insel machen die Beiden, und das Paar das ihr Boot führt, Bekanntschaft mit Menschen fressenden Untoten. Die Lage spitzt sich zu, als sich immer mehr Leichen aus ihren Gräbern erheben, und sich auf der gesamten Insel verbreiten. Nun gibt es kein Entkommen!

Dawn oder Woodoo? Diese Frage diskutiert man oft unter Horrorfans! Für das Halloween-Fest ist hier eindeutig Woodoo der Vorzug zu geben. Noch immer fesselt die beängstigende Atmosphäre dieses Meisterwerks. Selbst ich, der den Film schon bestimmt 100 mal gesehen hat, lässt sich immer wieder erschrecken und in den Bann der Insel Matul ziehen. Hinzu gesellen sich die tollen und harten Effekte und der unvergesslich düstere Fabio Frizzi Soundtrack. Nicht nur gruselig, sondern auch hart. Da haben ALLE was davon!

Die Hölle der lebenden Toten (Virus)

(Italien / 1980 / Regie: Bruno Mattei)

In diversen Dritte-Welt-Ländern werden von der US-Regierung sogenannte „HOPE“ Zentren betrieben, in denen an diversen Viren geforscht wird. Die grausame Wahrheit sieht jedoch anders aus! Die Weltbevölkerung soll auf ein gesundes Maß reduziert werden. Zu diesem Zweck wurde ein Virus entwickelt, das Menschen in Zombies verwandelt. Durch einen Unfall gelangt der Erreger in die Atmosphäre. Ein Krieg gegen die Untoten beginnt, und mittendrin steckt eine Gruppe aus Reportern und Spezialeinheiten, die versuchen müssen die Epidemie aufzuhalten.

Bruno Mattei, der unumstrittene Meister des Trash-Ripoffs hat hier seinen wohl besten Horrorfilm geschaffen. Denn irgendwie wirkt der Film – obwohl erwartungsgemäß „billig“ – schon bedrohlich, und versucht zumindest im Ansatz eine Botschaft in die Welt zu senden. Natürlich muss man beide Augen zudrücken um diese zu erkennen. Deutlich sichtbar ist allerdings ein humorvoller Trasher, der durch harte Effekte, Overacting, geklaute Ideen und sogar ganze kopierte Szenen, sowie dem aus „Dawn“ bekannten Goblin-Soundtrack glänzt. Ich liebe diesen Film. Perfekt für jede Promille haltige Halloween-Sause!

Das waren sie dann, meine TOP 10 der Hurenween-Filme. Ich hoffe ihr habt etwas entdeckt, was ihr auf eurer Party den Gästen servieren könnt.

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