Gintama – Live-Action-Movie (2017) – Ab sofort auf DVD und BluRay im Handel erhältlich.

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Warum tue ich das immer wieder? Bin ich vielleicht doch zu alt für den Scheiß. Warum zur Hölle schaue ich mir eine Filmadaption eines Anime an, von dem ich noch kein Stück gesehen habe? Nun ja, selbst wenn ich wüsste worum es geht – ich bin mir ziemlich sicher dass ich zu alt für den Scheiß bin. Was ist es denn nun? Trash, Comedy, Beides? Vielleicht weiß KSM mehr, denn die haben den Film veröffentlicht. Hiiiilfeeee! 

Originaltitel: Gintama

Regie: Yûichi Fukuda

Darsteller:  Shun Oguri, Masami Nagasawa, Takayuki Yamada, Masaki Suda, Yûya Yagira

Verzweiflung von Victor Grytzka

Ich hab mich mal wieder kopfüber ins Verderben gestürzt. Wir hatten das doch schon mal. Einen Film zu einer Anime-Serie zu schauen, von der man noch nie etwas gesehen hat ist eine schlechte Idee. Hätte ich gewusst was mich für ein abgedrehter Kram erwartet, ich hätte mich wohl in das Thema eingeguckt bzw. eingelesen. So habe ich den Film nun zwei mal geschaut und versuche nun das wiederzugeben, was irgendwo hängen geblieben ist.

Also so viel habe ich verstanden: Im Zentrum der Gintama Handliung steht der Krieger Gintoki. Dieser erhält von einem schwerhörigen Schmied den Auftrag, ein ganz besonderes Schwert zu finden, das dämonische Kräfte hat. Doch er ist nicht der einzige der hinter der Waffe her ist. Denn in den falschen Händen kann dieses Schwert großes Unheil über die Welt bringen.

Und da hört es mit meinem Verständnis der Materie auch schon auf. Irgendwie wirkt das Gintama-Universum auf mich wie ein Käfig voll mit Idioten. Es gibt die Freunde von Gintoki, ein nerdiger Knilch der in einer Bar arbeitet, und eine rothaarige die gerne schreit und Käfer jagen geht. Ach, die  Beiden haben übrigens auch eine Aufgabe. Sie müssen einen verschwundenen Schwertkämpfer finden. Warum? Fragt mich nicht. Dazu gibt es Aliens, die wohl die Stadt besetzt haben, irgendwelche Kerle die sich mit Honig einschmieren und gerne ihr Arsch-Haar bewundert hätten, sowie eine große Ente namens Elisabeth. Und die ist recht emotional. Pipi-Kaka-Humor gibt es dann auch noch zuhauf, aber für Wortgefechte über voll geschissene Schlüpper bin ich dann doch zu alt. Wortwörtlich, da haben wir den Beweis! ICH BIN ZU ALT FÜR (DEN) SCHEIß!

Auch wenn ich kein Stück verstanden hab, so konnte ich mich zumindest an dem ein oder anderen Witzchen erfreuen, da viele popkulturelle Bezüge in der Handlung des Films anzutreffen sind. Auch durchbricht man oft die vierte Dimension, und kommuniziert dabei mit dem Zuschauer, indem man sich über das aktuell Gezeigte, oder eben über irgendwelche x-beliebigen Dinge auslässt. Reichlich Action gibt es natürlich auch. Dabei sind die Kämpfe ordentlich choreographiert, auch wenn Samurai mit Laserschwertern doch irgendwie seltsam sind.

So hatte ich mich dann 2 Stunden lang durch einen „WTF“-Moment nach dem Anderen gehangelt, und hätte mir gewünscht auch nur eine Sekunde lang zu wissen, worum sich denn hier alles dreht. Es wird eben auch viel Bezug auf vergangene Ereignisse genommen, die sich auf die Anime-Serie stützen. Da ich diese aber nicht gesehen habe, entstanden bei mir mehr Fragezeichen, als dass ich der Handlung folgen konnte. Das mag ich dem Film aber nicht vorwerfen. Ist der Film nun gelungen, oder nicht? Ganz ehrlich – ich weiß es nicht! Schön doof war er. Und dabei so herrlich billig gefilmt, sah verdächtig nach Porno-Niveau aus. Wobei ich vermute, dass dieser Look durchaus gewollt ist.

Mein Fazit – Wat? Keene Ahnung! Aber der schräg gesungene Rocksong aus dem Intro hat meine Ohren bluten lassen.

Aber was ich weiß, dass die Scheibe technisch voll in Ordnung geht. Super Bildschärfe, tolle Farbgebung. Der Ton ist in DTS-HD 5.1 abgemischt und gibt keinen Grund zur Klage. Wahlweise kann man diesen auf deutsch mit einer hochwertigen Synchro, oder eben auf japanisch genießen. Extras gibt es kaum. Lediglich ein Trailer und eine Bildergalerie bekommt man spendiert.

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