Mega Drive XXL-Special – 01 – Meine Top 40 Mega Drive Games

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Mit ein wenig Verspätung startet unser „Mega Drive XXL-Special“. Und nein, hier soll es mal nicht um den Aufstieg und Fall des japanischen Videospiel-Giganten gehen, und auch die Rivalität mit Nintendo und NEC wird hier nicht Thema werden. In unserem ersten Artikel stelle ich 40 Spiele vor, die meiner Meinung nach auf diesem System ein absolutes „must-have“ sind. 3, 2, 1… SEEEEGAAA!

Artikel von Victor Grytzka

Über die Jahre habe ich einen Großteil der Mega Drive Bibliothek spielen dürfen. Sei es nun an der original Konsole, per Emulation am PC, oder eben durch Spielesammlungen auf diversen Systemen. Da fällt es natürlich schwer, eine definitive Top-Liste zu erstellen. Von einer Liste, die alle Sega Fans zufrieden stellt, mal ganz zu schweigen. Deshalb habe ich mir – nach langer und reiflicher Überleung – 40 Spiele rausgepickt, die man meiner Meinung nach einmal gespielt haben sollte, wenn es um den 16-Bitter aus dem Hause Sega geht. Viele der Titel findet man auch auf anderen Systemen, es werden hier also nicht ausschließlich Exclusives behandelt.

Diese Liste basiert auf meiner persönlichen Meinung, und spiegelt nicht unbedingt die Ansichten der „Masse“ wieder. Dies bitte ich zu beachten. Solltet ihr also anderer Meinung sein, so könnt ihr dies gerne diskutieren, bleibt dabei aber bitte sachlich! Die Spiele werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet. Dies dient der besseren Übersicht.

01 – Aladdin (Disney’s) – 1993 – Disney / Virgin

Unter der Leitung von David Perry entstand dieses Kleinod im Jump and Run Sektor, das wunderschöne Grafiken und Animationen mit tollen Leveldesigns, einem fordernden Schwierigkeitsgrad und einer hervorragenden Disneyatmosphäre schafft. Das perfekte Beispiel für eine gelungene Lizenz-Versoftung! Hier wurde wirklich ein Meisterwerk geschaffen. Der Ausflug nach Agrabah gehört einfach in jedes gut sortierte Zocker-Regal.

02 – Alien³ – 1992 – Probe / Arena

Zwar entfernt man sich mit der Action geladenen Alienhatz von der Kinovorlage, aber was macht das schon, wenn dabei ein atmosphärisches Horror Run and Gun herausgekommen ist? Ein wahres Highlight ist dabei der geniale Soundtrack von Matt Furniss, der den Kampf gegen gnadenlose Aliens und das strenge Zeitlimit perfekt untermalt. Über den Film mag man gespaltener Meinung sein, das Spiel lohnt jedoch immer für die ein oder andere Runde zwischendurch.

03 – Batman – 1992 – Sunsoft / Sega

Schon wieder eine Filmumsetzung? Ja sicher, denn bevor jeder Blockbuster halbherzig auf die Konsolen geschmissen wurde, gab es tatsächlich auch ordentliches Material, das sich in Hollywood bediente. Spielerisch fordernd, technisch (für die damalige Zeit) eine Wucht. 1990 bereits in Japan erschienen, fand das Modul zwar erst 2 Jahre später den Weg zu uns, doch das „Alter“ merkte man dem Spiel nicht an – damals wie heute!

04 – Bloodshot / Battle Frenzy – 1994 – Domark / Acclaim

Der Siegeszug der Egoshooter war nach dem Release von „Doom“ (1993) nicht mehr aufzuhalten. Auch auf dem (vergleichsweise) schwachen Mega Drive versuchte man, das Genre zu etablieren. „Bloodshot“ zeigt eindrucksvoll, dass auch ein älteres System ein recht beeindruckendes 3D-Erlebnis bieten kann. SciFi-Setting und gutes Leveldesign laden zum Krieg gegen die Maschinen ein, auch wenn die Grafik etwas „langsam“ ist.

05 – Castle of Illusion Starring Mickey Mouse – 1990 – Sega

In den Anfangstagen des Mega Drive konnte sich Sega einen lukrativen Deal mit Disney sichern. Als einer der ersten Titel kam „Castle of Illusion“ dabei heraus. Quietschbunte Grafik in außergewöhnlichen Welten. Exklusiv auf den Sega-Plattformen erschienen, zählt dieses Jump and Run zu den besten Spielen auf dem System, wenn nicht sogar zu einem der besten Hüpfer aller Zeiten. Sogar ein Remake des Titels hat es im Jahr 2013 auf PS3, XBox 360, PC und mobile Plattformen geschafft. Ein Träumchen!

06 – Comix Zone – 1995 – Sega

Lasst euch nicht von dem knallbunten Comiclook täuschen. Eine dicke Herausforderung erwartet euch in diesem Prügler, der noch einmal gezeigt hat, was die (zu diesem Zeitpunkt) betagte Hardware auf dem Kasten hatte. Erfrischend sind die Puzzle-Elemente und die diversen Items, die diesen Ausflug in ein lebendig gewordenes Comicheft zu einem außergewöhnlichen Erlebnis machen. Irgendwie mag man sich an „Comix Zone“ gar nich satt sehen.

07 – Earthworm Jim 2 – 1995 – Shiny / Virgin

Der erste Auftritt des Regenwurms im Kampfanzug war schon eine toll spielbare Hüpf-/Ballerorgie mit schrägen Gags.Teil 2 definierte das Wort „Perfektion“ dann noch einmal neu. Innovative und abwechslungsreiche Spielmechaniken treffen auf wunderschön gezeichnete Grafiken, und einen hervorragend komponierten Soundtrack aus den Studios von Musiker-Ikone Tommy Tallarico. Groovy! Man hat erst gelebt, wenn man mit einem Treppenlift herunterfallenden alten Damen ausgewichen ist!

08 – ESWAT – City Under Siege – 1990 – Sega

Eine gewisse Parallele zum Kino-Hit „Robocop“ lässt sich hier nicht von der Hand weisen. „ESWAT“ für das Mega Drive ist eine komplette Neuentwicklung für das Zockerzimmer, basierend auf dem gleichnamigen Arcade-Game. Nehmt als Polizist in einem High-Tech-Anzug ein Verbrechersyndikat aufs Korn. Immer wieder gut für eine Runde zwischendurch. Manchmal habe ich das Gefühl, dass „ESWAT“ nicht die Aufmerksamkeit bekommt, die es verdient hätte.

09 – Flashback – 1993 – Delphine Software / U.S. Gold

Der Mix aus Sci-Fi-Abenteuer, Action und fordernden Sprungpassagen ist nicht nur ein Fest für die Augen und Ohren (man beachte die tollen 3D-Zwischensequenzen), sondern gehört auch mit zu den intensivsten Spielerlebnissen, die man auf dem Mega Drive finden kann. Ein Erlebnis, wie es ein Kinofilm nicht hätte besser erzählen können. Das Alter merkt man „Flashback“ nun wirklich nicht an. Dieses Spiel hat zurecht Geschichte geschrieben!

10 – Ghostbusters – 1990 – Compile / Sega

Während David Crane in den 80ern diese Lizenz schon einmal versoftete, und dabei etliche – mal mehr, mal weniger spielbare – Portierungen herauskamen (siehe HIER), bekam die brandneue 16-Bit-Generation ein ebenso neues Spiel spendiert. Nur locker auf dem Film basierend, befreit man in dieser Ballerei diverse Häuser in New York von Spukgestalten, und sammelt dabei fleißig Moneten, um so die Ausrüstung der Geisterjäger aufzumotzen. Womöglich eines der besten Spiele mit „Ghostbusters“ Lizenz!

11 – Gunstar Heroes – 1993 – Treasure / Sega

Kult-Schmiede Treasure debütierte mit einem gewaltigen Knall auf Segas 16-Bitter. Ein Technikfeuerwerk vor dem Herrn! Durch geschickte Programmier-Tricks zauberte man ein Füllhorn von Effekten und Sprites auf den Bildschirm, und vergaß dabei auch temporeiches Gameplay nicht! Okay, okay, manchmal bremsen Slowdowns die Action, aber eine Sache ist ganz klar – damals grenzte das Ganze schon an Zauberei!

12 – Hard Drivin‘ – 1991 – Sterling Silver / Tengen

Jetzt muss ich die Kurve kriegen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Denn dieses Rennspiel, in den Arcades bewundert, verliert in den heimischen Portierungen sehr viel seines Geschwindigkeitsgefühls. Doch mit ein wenig Einarbeitung geht die Mega Drive Variante noch am leichtesten von der Hand. Ich mag sie, die gemütliche 3D-Raserei. Und sei es auch nur aus dem Grund, mal wieder die Kuh über den Haufen zu fahren. Muuuuuh! Wenn man dann erst einmal „Phantom Photon“ im Duell auf der Stuntstrecke besiegt hat, und die Loopings und Sprünge wie ein Weltmeister nimmt, dann haben sich die Anstrengungen bezahlt gemacht.

13 – James Pond II – Codename Robocod – 1991 – Vectordean / EA

Europäischer könnte ein Hüpfer kaum sein. Ein Charakter mit dem gewissen „Etwas“, dudelig-fröhliche Musik, jedes Setting, das irgendwie in ein Level zu quetschen war und dazu ein Marathon der einzusammelnden Objekte. Ja, sicherlich. Europäischer geht es wirklich nicht. Und gerade das macht hier den Charme aus. Man sollte sich allerdings nicht täuschen lassen. Hinter der bunten und recht simplen Oberfläche steckt ein forderndes Jump and Run.

14 – Kid Chameleon – 1992 – Sega

Irgendwie war die Vorstellung damals schon cool. Ein Action-Hüpfer, der in einer virtuellen Realität stattfindet. Also quasi ein „Spiel im Spiel“. Anfang der 90er waren Charaktere mit einer gewissen Attitüde schon fast ein Garant für einen ordentlichen Absatz. Wenn dann auch noch das Gameplay passte, dann war das Ding Gold wert. Hier stimmt fast alles. Was dem Spiel (trotz einiger netter Grafikspielereien) auf der technischen Seite fehlt, macht es durch sein Gameplay wieder wett. Durch seinen fairen Schwierigkeitsgrad auch für Einsteiger zu empfehlen!

15 – Landstalker – Die Schätze von König Nolo – 1993 – Climax / Sega

Alle Zutaten, die ein episches Abenteuer braucht. Eine tolle Geschichte, ein sympathischer Held, eine gesunde Portion Humor und eine angemessene Lernkurve. Dieses Exklusivtitel würde schon als rechtfertigung für den Kauf des Systems langen, bräuchte man denn einen Grund, sich eine Mega Drive Konsole zu zu legen. Durch die Wahl der Perspektive (Isometrisch) entsteht zudem ein sehr räumlicher Eindruck, der das Spiel (in Kombination mit der wunderschönen Grafik) zu einem Pflichttiel macht. Wahrlich einzigartig!

16 – Lemmings – 1992 – Sunsoft / Psygnosis / Sega

Let’s Go! Wer kennt sie nicht, die knuddelig-dummen Pelzknäuel? Sicherlich, die Lemminge findet man auf fast jedem System. Dennoch hat mich insbesondere die MD-Version im Sturm erobert. Warum? Der Yamaha-Soundchip dudelt die bekannten Melodien einfach wunderbar vor sich her, die exklusiven SEGA Level sind eine nette Dreingabe, und der Splitscreen Modus für 2 Spieler ist ein großartiges Feature. Zudem geht die Steuerung per Gamepad erfreulich flüssig von der Hand.

17 – Lotus II – R.E.C.S. – 1993 – Gremlin / EA

Die Lotus-Reihe war ein Aushängeschild für 16-Bit Rasereien. Tolles Streckendesign, ein pumpender Soundtrack, abwechslungsreiche Grafiken, schnelles Gameplay. Doch es gibt noch mehr. Durch den integrierten Streckeneditor lassen sich ganz einfach unzählige Kurse generieren, so dass jedes Spiel etwas Neues zu bieten hat. Insbesondere der 2-Spieler-Modus sorgt für nette Zockabende mit Freunden.

18 – Mega Bomberman – 1994 – Westone / Hudson / Sega

Ein Kultspiel, das in dieser Version einfach unglaublich gut geworden ist. Durch diverse Spielmodi und neue Umgebungen aufgemotzt, ist „Mega Bomberman“ eine Bereicherung für JEDE Spielsammlung. Das Herzstück bildet dabei der 4-Spieler-Modus. Doch Achtung! Es sollen schon Freundschaften daran zerbrochen sein, also sagt nicht, ich hätte euch nicht gewarnt!

19 – Mega Turrican – 1994 – Factor 5 / Kaiko / Sony

Auch wenn die Amigianer jetzt erbost aufschreien. Mega Turrican ist im Grunde identisch mit Turrican III, und stellt sogar die „Originalversion“ dar, da das Spiel primär für das Mega Drive entwickelt wurde, dann auf den Amiga portiert wurde und dort lediglich früher erschienen ist, da sich für die MD-Version zunächst kein Publisher finden ließ. Sei es drum. Grandioser Soundtrack, bombastische Grafik, klasse Gameplay. Besser geht es kaum! Factor 5 waren schon immer gut darin, Hardware bis an die Grenzen auszureißen. Qualität „Made in Germany“!

20 – Moonwalker (Michael Jackson’s) – 1990 – Sega

Dass der King of Pop ein großer Sega-Fan war, das ist lange kein Geheimnis mehr. Und ja, er hat auch am Sondtrack von „Sonic the Hedgehog 3“ mitgearbeitet. Ein Highlight ist allerdings sein eigenes Spiel, bei dem er in der Produktionsphase sogar Sega über die Schulter schauen durfte. Im Konsolenableger rettet man Kinder aus den Fängen des zwielichtigen Mister Big, haut dabei seinen Schergen ordentlich etwas auf die Zwölf, und tanzt sich sogar durch die Action. Das gleichnamige Arcade-Game hat einen ähnlichen Plot, spielt sich allerdings dann doch wieder anders.

21 – NHL Hockey ’94 – 1993 – High Score / EA Sports

Da können sich auch Sportmuffel nicht rausreden. Das Mega Drive war eine Sportskanone. Zu den Highlights zählt klar EA’s „Hockey“ Reihe, und die 94er Inkarnation bleibt (für mich) das ultimative Eishockey-Spiel auf dem 16-Bitter. Warum? Offizielle Lizenz? Check! Ordentliche KI? Check! Saison-Modus mit Speicherfunktion? Check! Perfekte Balance zwischen Arcade und Sport-Simulation? Check! 4-Spieler-Action? Body-Check! Macht immer wieder Laune!

22 – OutRun – 1991 – Sega

Yu Suzuki – der Arcade-Profi im Hause Sega, schuf mit „OutRun“ nicht nur eines der erfolgreichsten Rennspiele in den Spielhallen, sondern einen absoluten Kult, der von Fans immer noch als die perfekte Pixelraserei angesehen wird. Zwar hat das Spiel technisch ein wenig einbüßen müssen, als es dann für den Modulschacht konvertiert wurde, spielt sich dafür aber nahezu perfekt. Die Grafiken sind nah genug am Arcade-Vorbild dran, die Geschwindigkeit ist hoch genug, die verschiedenen Routen sind zahlreich! Dazu noch der grandiose Soundtrack… SO macht Ferrari fahren Spaß!

23 – Phantasy Star III – Generations of Doom – 1991 – Sega

Warum habe ich gerade den ungeliebten „Bastard“ der Reihe so gern? Ganz einfach! Weil PS III vor Innovationen nur so strotzt. Ein komplett neues Team schuf eine spannende Geschichte im „Phantasy Star“ Universum, die in der offiziellen Timeline und dem Serien-Kanon zwar ein paar Wagnisse eingeht, dafür aber mit dem tollen Spielprinzip punkten kann. Denn wie der Titel andeutet, spielt ihr euch hier durch mehrere Generationen der Protagonisten und habt sogar die Möglichkeit / Notwenigkeit, an manchen Stellen des Spiels zu heiraten, und so die nächste Generation, je nach Wahl, immer wieder unterschiedlich zu gestalten. Dies hat Auswirkungen auf den Spielverlauf. Ganz großes Kino!

24 – Pocahontas (Disney’s) – 1995 – FunCom / Disney

Toller Soundtrack, wunderschöne Grafik… Doch das Wichtigste ist wohl das Gameplay. Ein unterhaltsamer Puzzle-Hüpfer, in dem ihr euch mit Hilfe von Meeko, dem Waschbären, einen Weg durch die Szenerie des Zeichentrick-Hits bahnen müsst, und euch dabei diverse Objekte und eure Umgebung zu Nutze macht. Auch wenn das Spiel manchmal etwas zu leicht ist, es entspannt durch seine Machart ungemein, und wirkt schon fast wie spielbare Kunst. Ein klarer Geheimtipp von meiner Seite, da man kaum etwas über das Spiel liest, wenn es um gelungene Disney-Games geht.

25 – QuackShot Starring Donald Duck – 1991 – Sega

Schon wieder Disney, schon wieder ein Jump and Run. Aber, halt! Diese „in House“ Entwicklung von Sega, hebt sich ein wenig von den Genre-Konventionen ab. Denn hier gilt es, in einem äußerst treffenden Zeichentrick-Look, kreuz und quer durch die Level zu reisen, um verschiedene hilfreiche Objekte zu finden, die euch bei der Suche nach einem wertvollen Schatz behilflich sind. Weltreise a la Donald Duck. Ein wunderschönes Spiel. Ähnlichkeiten mit Dr. Jones sind natürlich rein zufällig!

26 – Rambo III – 1990 – Sega

Starker Film, starkes Spiel! Selten war eine Lizenz-Versoftung so nah dran, wie es hier der Fall ist. Macht euch mit John Rambo auf, euren Freund Trautman aus Afghanistan zu befreien. Eure Hilfsmittel? Messer, Sprengstoff, Pfeil und Bogen. Infiltriert das feindliche Lager, legt euch mir bewaffneten Soldaten an und sprengt Panzer und Helikopter mit einer Panzerfaust in die Luft. So muss eine Highscore-Jagd sein. Womöglich die Beste aller „Rambo“ Spielumsetzungen, und – in dieser Variante – ein Exklusivtitel, den man im Regal haben muss!

27 – Revenge of Shinobi, The – 1990 – Sega

Eine fordernde Action-Hüpferei für Erwachsene. Grandioses Level- und Gegnerdesign trifft auf schmucke Grafik, einen hervorragenden Soundtrack vom „Meister“ Yuzo Koshiro und forderndes Gameplay. Dieser Titel ist und bleibt eine Referenz im 2D-Bereich. Auch hat man hier sehr früh gezeigt, welche Power in der neuen Konsolen-Generation steckt. Wer „Revenge of Shinobi“ nicht als Meisterwerk erkennt, der ist kein Spieler mit Leib und Seele! Eines des BESTEN Spiele auf dem System, ja sogar womöglich aller Zeiten!

28 – Ristar – 1995 – Sonic Team / Sega

Als Playstation und Sega Saturn den Markt in die 3D-Ära führten, ging dieser kleine Stern am Mega Drive Himmel leider an den meisten Spielern vorbei. Schade eigentlich, denn hier hat man noch einmal alles aus dem betagten System herausgeholt. Unmengen an schön animierten Sprites, eine knallige Farbpalette, ein gefälliger Soundtrack… Und auch das Gameplay stimmt zu 100%. Wäre „Ristar“ nur ein Jahr früher erschienen, es wäre der krönende Abschluss einer ganzen Konsolengeneration geworden. Pflicht! Keine Widerrede!

29 – Sensible Soccer – 1993 – Sensible Software / Sony

Selbst wer kein Fußball mag, wird hier voll auf seine Kosten kommen. Das schnelle Gebolze und das gute Ballgefühl stellen Kickmuffel zufrieden. Die Manschafts- Options- und Modivielfalt bietet genug für Leute, die sich gerne etwas länger mit dem Ballsport beschäftigen wollen. Richtig Spaß kommt in einem schnellen Match unter Freunden auf. Da fällt die eher zweckmäßige Präsentation kaum ins Gewicht.

30 – Shining in the Darkness – 1991 – Climax / Sega

Mag die Story (Held rettet Mädchen) auch nicht viel hergeben, so ist es das Gameplay, das hier überzeugen kann. Eine Vielzahl an Dungeons und Monstern laden zu Erkundungen ein. Dazu gesellen sich ein klassisches Levelsystem, eine Vielzahl an Waffen, Rüstungen, Skills und Zaubersprüchen. Diese können auf der Oberwelt erworben werden, in der ihr eure hart erkämpften Reichtümer loswerden könnt. Tipp: Unbedingt Papier und Bleistift bereit halten. Hier zeichnet der Spieler die Karte noch selbst.

31 – Sonic the Hedgehog 2 – 1992 – Sega

Warum „Sonic 2“ das beste Spiel aus der Reihe ist? Es grenzt an Perfektion. Die abwechslungsreichen Zonen bestechen durch ihre Einzigartigkeit. Besonders hervorzuheben sind hier die „Chemical Plant Zone“, die „Casino Night Zone“ und die „Mystic Cave Zone“. Die Bonusrunden im Pseudo 3D-Look bringen Abwechslung rein. Die Balance zwischen „high speed“ Gameplay und fordernden Sprungspassagen ist ausgewogen. Der Soundtrack eine Wucht, und der 2-Spieler Modus macht einfach Laune. Genug gesagt! Wenn es nur ein Sonic Game auf dem Mega Drive geben müsste, dann wäre es dieses hier.

32 – Super Hang-On – 1990 – Sega

„Super Hang-On“ zeigt eindrucksvoll, wie man einen Arcade-Hit auf das nächste Level hebt. Rasend schnell knattert man durch abwechslungsreiche Landschaften, und versucht immer wieder den Turbo zu aktivieren, um auch das letzte Zehntel raus zu holen. Ähnlich wie bei „OutRun“ bekommen wir hier ordentlich was auf die Augen und Ohren. Ein besonderes Schmankerl ist ein Karrieremodus, dem man der Konsolenversion spendiert hat. Rennen fahren, Bikes aufrüsten, Weltmeister werden! „Super“ passt hier wie die Faust aufs Auge.

33 – Thunder Force IV – 1992 – TecnoSoft / Sega

Auch für Shmup-Freunde sorgte man auf dem Mega Drive für ordentlich Futter. Ein bombastisches Erlebnis – so muss man „Thunder Force IV“ beschreiben. Flottes Scrolling auf mehreren Ebenen, wuchtige Explosionen, unglaublich detaillierte Umgebungen, hohes Tempo, präzise Steuerung, ein perfektes Power-Up System und der rockige Soundtrack. Ja, dieses Spiel ist zwar schwer wie die Hölle, aber es bietet eine Lernkurve, die immer wieder dazu animiert, weiter zu machen. Gäbe es das perfekte Spiel, „Thunder Force IV“ wäre ein Kandidat dafür.

34 – ToeJam & Earl – 1992 – JVP / Sega

Schräger Humor zeichnet dieses… ja… nun… was ist es genau? Ein Abenteuer, ein Jump and Run, ein Puzzle Game? Irgendwie etwas von allem. Die Hatz nach verschollenen Raumschiffteilen macht besonders mit einem zweiten Spieler mächtig Freude. Beeindruckend sind dabei die Größe der Welten, der groovende Soundtrack und der schräge, nicht immer jugendfreie Humor. Der Clou – ein Weltengenerator lässt jedes Spiel zu einer neuen Überraschung. So schräg, dass man es gespielt haben muss!

35 – Ultimate Mortal Kombat 3 – 1996 – Williams / Avalanche / Acclaim

So macht man es richtig! Nachdem „Mortal Kombat 3“ viel Kritik einstecken musste, spendierte man der Prügelorgie ein gehöriges Update. Ein Füllhorn an Kämpfern, Combos und Moves. Hervorragend auf dem Mega Drive, sofern man einen 6-Button-Controller benutzt. Zwar wirkt das Spiel zuweilen etwas farbarm, dennoch beeindruckt das Endergebnis. So viele Animationen, solch ein Umfang – und das auf betagter Hardware auf einem Modul! Bis Dato das beste „Mortal Kombat“ Spiel im 2D-Bereich!

36 – Virtua Fighter 2 – 1997 – Gaibrain / Sega

Ein mutiger Versuch, den Arcade- und Sega Saturn-Hit, der Maßstäbe im 3D-Prügler-Bereich setze, auf eine Hardware zu portieren, die 1997 eigentlich keine Relevanz am Markt mehr hatte. Das Endergebnis darf sich dafür mehr als nur sehen lassen. Die Grafik hat natürlich einen gewaltigen Rückschritt gemacht, 3D wich 2D, die Animationen wirkten weniger flüssig und auch auf ein paar Recken musste man verzichten. Doch eine Sache ist intakt geblieben – das Gameplay. Ein definitiver Geheimtipp, und ein starkes Spiel auf der Sega-Kiste, die wir alle lieben!

37 – Virtua Racing – 1994 – Sega

SVP – diese magischen Buchstaben verliehen dem Mega Drive die nötige Power, um dreidimensionale Polygone in Echtzeit zu berechnen. Und nur so war es möglich, diesen Spielhallen-Fetzer ins heimische Wohnzimmer zu bringen. Und dies gelang erstaunlich gut. Solch eine Grafikpracht auf einem 16-Bit-System. Wow! Es handelt sich hier aber keineswegs um einen Grafik-Blender, nein, V.R. spielt sich sehr gut, und begeistert mit fordernden Streckendesigns, sowie rasanter Renn-Action!

38 – Wonder Boy in Monster World – 1992 – Westone / Sega

Ein gelungener Mix aus Action und Abenteuer in einem Fantasy-Setting. Das Gameplay orientiert sich dabei zwar mehr an einem Mix aus Action und Hüpfpassagen, bildet jedoch mit den eingestreuten Rollenspiel-Elementen ein rundes Spielerlebnis, dass für einige Stunden an den Bildschirm fesseln kann. Auch die Techik begeistert, akustisch einwandfrei, grafisch knallbunt und wunderschön im Design.

39 – Zero Wing – 1991 – Toaplan / Sega

„All your Base are belong to us!“ – Diese holperige Übersetzung genießt Kultstatus! Selbst nicht Zocker haben wahrscheinlich schon einmal davon gehört. Doch – hinter dem verbalen Totalausfall verbirgt sich ein verdammt guter Shooter! Wo „Thunder Force IV“ (siehe oben) eine beinharte Challenge bietet, geht es bei „Zero Wing“ zwar deutlich einfacher zu, was aber nicht heißt, dass die Ballerorgie keinen Spaß macht. Grafisch nett, toller Soundtrack, schnell zu verstehendes Power-Up-System. DER Shooter für Genre-Neulinge, oder für den schnellen Zock zwischendurch.

40 – Zombies – 1993 – LucasArts / Konami

Die volle Dröhnung überzeichneter Klischees. Eine Hommage an die Drive-In Monster Movies! Alleine oder im Team gilt es, die amerikanische Vorstadt vor Zombies und irren Monstern zu säubern, und das Leben der lieben Nachbarn zu retten. Schräg, schräger – Zombies! Manchmal braucht es kein komplexes Spielprinzip, um den Spieler begeistern zu können. Unterstrichen wird das Ganze von einem dudeligen Horrorsoundtrack und Sprachsamples, die einem die Tränen (vor Lachen) in die Augen treiben. Mu-Ha-Ha!

Das sollen sie also gewesen sein, meine „TOP 40“. Was? Ihr vermisst kultige Reihen wie „Streets of Rage“, „Golden Axe“ und noch ein paar andere Spiele? Keine Panik, es werden noch weitere Artikel folgen, in denen ich auch diese Zeitfresser angemessen würdigen werde.

In Kürze geht es hier mit meinen „Flop 20“ weiter. Spiele aus der Hölle, die nicht mehr sind, als reine Zeit- und Ressourcenverschwendung! Auf bald!

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