Dark Waters (1993) – Als limitiertes Mediabook (Blu/DVD) im Handel erhältlich.

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Hey, ich bin die Neue und komm jetzt öfter. Mein Name ist Lisa und dies wird meine erste Rezension. Natürlich hab ich mich sehr gefreut meine erste Besprechung über einen Horrorfilm zu schreiben, aber dass es SO ein Film ist, damit hab ich nicht gerechnet. Also, viel Spaß (oder auch nicht)!

Regie: Mariano Baino

Darsteller: Louise Salter, Venera Simmons, Mariya Kapnist, Lubov Snegur

Artikel von Lisa Thauer

Elisabeth (Louise Salter) erfährt nach dem Tod ihres Vaters, dass dieser sein Leben lang Sponsor für ein Kloster auf einer Insel war, welches er auch im seinem Testament berücksichtigte. Um zu sehen, wofür genau ihr Vater spendete, entscheidet sie sich auf diese Insel zu fahren, ahnt jedoch nicht was auf sie zukommen würde. Sadomasochistische Nonnen, viele Geheimnisse , Intrigen und merkwürdige Inselbewohner.

Wo fängt man bei so einem Film wohl am besten an ? Vielleicht bei der mangelnden Präsenz einer guten oder gar zusammenhängenden Story. Es ist unglaublich, wie diese Produktion es geschafft hat einen Film über 1 Stunde und 28 Minuten zu ziehen, indem man einfach immer wieder die selben Bilder, in denen masochistische Nonnen (die sich gerne mal selbst auspeitschen) brennende Kreuze tragen abspielt, und manche dieser Szenen über Minuten in die Länge gezogen werden. Leider ist genau – wie die Story – eine Persönlichkeit bei den einzelnen Charakteren nicht vorhanden.

Oh ja, die Charaktere sind allesamt verstörend und geistig genau so abnormal wie der Film selbst. Ein paar unnütze Personen waren auch dabei, bei denen es keinen Unterschied gemacht hätte, wenn sie aus dem Film gestrichen worden wären. Aber scheinbar ist der einzig „hilfsbereite“ und „normale“ Charakter in diesem Film zudem auch der einzige Mensch, den ich wirklich interessant fand, der recht sympathisch wirkte und dessen schauspielerische Leistung auch aus meiner Sicht die Beste war. Das war der Typ, der in seinem Hinterzimmer Leichen aus unbekannten Gründen zerstückelt, und der der Hauptdarstellerin verrät, dass die Post seit einem Monat nicht mehr abgeholt wurde. SEIT EINEM MONAT! Das war auch das einzig Schockierende im ganzen Film, abgesehen natürlich von den offensichtlichen Filmfehlern. Also, ich weiß ja nicht wie ihr ein Buch lest, aber die liebe Darstellerin im Film blättert, wenn man vor ihr steht, vorwärts und sobald die Kamera hinter ihr das Bild aufnimmt in einer ganz anderen Stelle im Buch rückwärts.

Auch die Kameraführung war recht turbulent. Bei dem ganzen Gewackel wurde mir fast schlecht, die Effekte, die damit wahrscheinlich erzielt werden sollten blieben aus. Ich würde mal schätzen, dass dieses Gewackel aus der Sicht eines „Monsters“ sein soll das die Nonne verfolgt, aber wenn dieses Monster nicht Zwischenzeitlich hochgesprungen und öfter auf die Fresse gefallen ist, dann sind diese Effekte doch deutlich fehlgeschlagen. Die mit der Kamera missglückte Arbeit konnten die Produzenten auch nicht mit den Unmengen an Blut, das vergossen wurde, einholen. Die Musik hätte besser ausgewählt werden können, aber scheinbar haben die Macher gemerkt, dass es nicht so läuft wie geplant und haben sich gedacht – wenn schon Scheiße, dann richtig. So etwas als Horrorfilm zu betiteln würde wahrscheinlich alle beleidigen, die einen guten Horrorfilm schätzen. Aber über Geschmack lässt sich bekanntlich Streiten.

Genau wie bei den misslungenen Effekten, blieben auch schauspielerische Glanzleistungen der Darsteller aus. Emotionslose Gesichtsausdrücke und schlecht gespielte Tode schmückten den ganzen Film. Auch die Schreie die ein, zweimal auftauchten klangen nicht nach Angst oder Verzweiflung, sondern eher so nach „Ich werd dafür bezahlt“. Auch fehlte jegliche Betonung bei Konversationen die es ein wenig realistischer hätten wirken lassen können. Das Einzige, was die Darsteller rüberbringen konnten war die Demotivation die sie bei dem Dreh scheinbar hatten. Wirklich lachhaft, das hätte wahrscheinlich jeder X-beliebige besser rüber gebracht als diese Darsteller.

Aber eines hat mich an dem Film sehr gefreut. Er war nach 1 1/2 Stunden endlich zu Ende. Das ist aber auch das einzig Positive, was ich darüber sagen kann. Natürlich würde ich gerne etwas richtig positives dazu sagen, aber ich finde nichts, was meine Meinung über diesen Film ändern könnte. Aus meiner Sicht ist dies ein total misslungenes Projekt. Ehrlich gesagt habe ich den Film komplett ohne Vorurteile oder Vorwissen gesehen, musste danach jedoch erstmal nachlesen worum es in dem Film wirklich gehen sollte, und selbst danach standen mir noch tausend Fragezeichen im Gesicht. Ich habe soweit verstanden dass der Vater das Kloster gesponsert hat, und die Hauptdarstellerin dorthin fahren wollte, um zu sehen wofür er das Geld spendete. Aber danach gings bei mir den Bach runter und ich verstand nur noch Bahnhof. Ich bezweifle sehr stark, dass sich die Produzenten den Film jemals selbst angesehen haben, oder ob sie wirklich verstanden haben worum es in dem eigenen Film geht.

Wenn ja, wüsste ich gerne was sie dazu geritten hat so einen beschissenen Film herauszubringen. Dieses Machwerk ist für mich die reinste Geldverschwendung, sowohl in der Anschaffung, als auch die Produktion an sich. „Dark Waters“ ist alles andere als empfehlenswert. Verbringt eure Zeit mit etwas Besserem, als mit dieser Trashgranate.

Da uns zur Durchsicht ein Screener als Stream Vorlag, können wir keine näheren Angaben zur Qualität des Endproduktes tätigen. Der FIlm ist seit dem 25.05. in 3 Covervarianten als limitiertes 3-Disc Mediabook inkl. umfangreichen Boni über Wicked Vision erschienen.

Trailer:

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