Wenn er in die Hölle will, lass ihn gehen (1982) – Ab sofort als Blu-ray im Handel erhältlich

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GEWINNE EINE BLU-RAY – Der kompromisslose Actionkracher mit Scott Glenn und Toshiro Mifune von Genreprofi John Frankenheimer ist ab sofort zum Nice Price auf Blu-ray erhältlich. Explosive Media und Koch Films präsentieren den Film unzensiert und frei ab 16 Jahren. Ob der Film heute noch so frisch wie damals wirkt, könnt Ihr in unserer Kritik nachlesen und zudem ein Exemplar, welches uns vom Verleiher zur Verfügung gestellt wurde, gewinnen.

Originaltitel: The Challenge

Regie: John Frankenheimer

Darsteller: Scott Glenn, Toshiro Mifune, Donna Kei Benz, Atsuo Nakamura

Artikel von Christian Jürs

Rick (Scott Glenn) hat das Glück nicht gerade gepachtet. Der hitzköpfige Boxer hat seinen Job als Sparringspartner gerade verloren, da er sein prominentes Gegenüber aus reiner Aggression fix auf die Bretter geschickt hat. Doch das Blatt scheint sich für ihn zu wenden, als plötzlich ein japanisches Geschwisterpaar vor seiner Tür steht und ihm einen Deal anbietet. Der im Rollstuhl sitzende Toshido (Sab Shimono) und seine Schwester Akiko (Donna Kei Benz) bieten ihm pro Tag 500 Dollar Bezahlung, wenn er ein altes Schwert, welches seit Jahren als verschollen galt, mit dem Flieger zurück in den Familienbesitz nach Kyoto bringen würde.

Skeptisch, aber auch von akuter Geldnot geplagt, willigt Rick schließlich ein. Doch bereits am Flughafen von Kyoto wird er abgefangen vom kriminellen Ando (Calvin Jung) und seinen Leuten. Denn das Schwert, welches eigentlich Yoshida (Toshiro Mifune) von seinem Großvater vor Jahren erhalten sollte, um dieses und dessen Zwillingsstück aus alter Familientradition zu bewachen, beansprucht dessen Bruder Hideo (Atsuo Nakamura), ein brutaler und krimineller Geschäftsmann, ebenfalls für sich. Doch das Schwert, welches Rick mit sich führt, entpuppt sich als billige Kopie, was Toshido mit dem Leben bezahlen muss. Der Amerikaner kann zwar fliehen,  wird jedoch verletzt und findet sich schließlich im bewachten Anwesen von Yoshida und seinen Samurai wieder.

Dort wird der Fremde zunächst gesund gepflegt, bevor er sich sein Geld auszahlen lässt. Das Schwert, welches sich versteckt im Rollstuhl von Yoshidas verstorbenen Sohn verbarg, nimmt derweil seinen vorbestimmten Platz ein. Als Rick vor seiner Abreise in einer Kneipe von Ando und seinen Leuten überrascht wird, hat er keine Wahl: entweder er beschafft das Schwert oder sein Leben ist verwirkt. Zwar stimmt er ein, bringt es jedoch nicht übers Herz, dass Familienerbstück zu entwenden und lässt sich, nachdem er für den Diebstahlversuch buße tat, zu einem Samurai ausbilden. Nach einem brutalen Überfall von Hideos Männern macht sich Yoshida auf den Weg zu dessen Hochsicherheitsanwesen, um sich einem letzten Duell zu stellen. Als Unterstützung begibt sich Rick mit auf die Kamikazemission…

Actionprofi John Frankenheimer (French Connection 2 / Ronin) war genau der richtige Mann fürs Grobe, um diesen Kulturclash-Actionstreifen zu inszenieren, der sichtlich das Tom Cruise Vehikel LAST SAMURAI (2003) inspirieren sollte. In seiner ersten Hauptrolle glänzt Scott Glenn, der jedoch seinen Friseur für die Prinz Eisenherz Gedächtnisfrisur verklagen sollte, die ihm hier verpasst wurde. Doch weder er, noch die japanische Filmlegende Toshiro Mifune (DIE SIEBEN SAMURAI) konnten verhindern, dass THE CHALLENGE an der US-Kinokasse nur magere 3,5 Mio Dollar einbringen konnte. Glenn selbst berichtet, dass das ursprüngliche Skript um einen gnadenlosen Clubkämpfer, der in Japan bei der Überführung des Schwertes allerlei Abenteuer bestehen muss, kurz vor Drehbeginn massiv entschlackt wurde. Mifune war es, der den enttäuschten Hollywoodschauspieler schließlich mit folgenden Worten aufbauen konnte: „Ich bin genauso enttäuscht wie Du. Du kannst jetzt jeden Tag mit gebrochenem Herzen an die Arbeit gehen oder die Dinge so nehmen, wie sie sind und die Zeit hier in Japan mit mir als Tourguide genießen.“ Glenn entschied sich für die letztere Option.

Dabei gab es gar keinen Grund zum Schmollen, denn der Film funktioniert auch heute noch ziemlich gut. Die Actionszenen wurden gut über die 110 Minuten Laufzeit verteilt und haben einen ordentlichen Drive. Schnelle Schnitte und eine herumwirbelnde Kamera erinnern an moderne Genreproduktionen, auch wenn alles hier noch etwas ruppiger wirkt, was keinesfalls negativ zu werten ist. Auch der Härtegrad ist deutlich über den gängigen Hollywoodfilmen der frühen 80er angesiedelt, weswegen bei der damaligen VHS-Kassette von CBS/FOX Video auch einige blutige Details (vor allem im Finale) fehlten, trotz damaliger Erwachsenenfreigabe. Besonders eklig ist aber eine ganz andere Szene, nämlich die, in der Rick besondere japanische Köstlichkeiten serviert bekommt. Seht selbst, aber vorsicht, Tierfreunde dürfte das Lachen im Halse stecken bleiben.

Bild (1,85:1) und Ton (Deutsch und Englisch in Mono) können ihr Alter nicht verbergen. Der deutsche Ton liegt in zwei Varianten vor (alte Version und restauriert), die jedoch beide keine Bäume ausreißen können. Das Bild ist scharf aber altersbedingt recht grobkörnig. Auf der deutschen Tonspur gibt es beim ersten Mord eine kurze, englischsprachige Stelle, da hier einst die Zensurschere wütete. Als Bonus liegt noch der Trailer im restaurierten HD vor.

Von meiner Seite gibt es beide Daumen hoch für diesen Oldschool Actioner mit rabiaten Kampfszenen und gelungenen Kulturclash-Momenten. Wer ein Exemplar sein Eigen nennen möchte, der kann auch teilnehmen an unserem…

GEWINNSPIEL:

Wir verlosen, in Zusammenarbeit mit Koch Films und Explosive Media eine Blu-ray. Was Ihr tun müsst? Ganz einfach. Beantwortet einfach unsere Gewinnspielfrage:

  • Wie heißt die Serie, inder Filmbösewicht Atsuo Nakamura den Freiheitskämpfer Lin Shun spielte? Kleiner Tipp: Die einleiten Worte sprach damals Wolfgang Spier.

Schickt Eure Antwort bis Sonntag, 04. August 2019 an christian@die-medienhuren.de

Den Gewinner oder die Gewinnerin geben wir hier im Artikel am Folgetag bekannt. Viel Glück.

UPDATE: Wir haben einen Gewinner gezogen. Die Blu-ray geht an Frauke T. aus Bad Doberan – Herzlichen Glückwunsch

Trailer:

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