Gewinnspiel und Kritik: Pure – Staffel 1 (2017) – Ab sofort auf DVD und Blu-ray im Handel erhältlich

Die Anzahl an Serien zum Thema Drogenhandel ist Legion. Massenhaft wird durch alle Gesellschaftsschichten hinweg gedealt, konsumiert und angebaut. Stets verschwindet Koks, Undercover ist auch irgendwer und die Familie gerät außerdem hinein. Im Grunde ist alles erzählt und der Rest vorhersehbar. Da hilft dann nur noch die Variation, ein neues Setting, eine andere Herangehensweise an das Genre, um den Zuschauer bei der Stange zu halten und so mit seinem Produkt aus der Masse auszubrechen. Bei Pure sind es die Mennoniten, die in einen blutigen Drogenhandel mit einem Kartell geraten sind. Und ein Pastor, der dies auf seine Weise beenden will. JUSTBRIDGE ENTERTAINMENT brachte die Serie nun auf DVD und Blu-ray heraus. Wir haben 2 x die erste Staffel auf DVD für Euch. Wie Ihr diese gewinnen könnt, steht im Artikel.

Creator: Michael Amo

Regie: Ken Girotti, T. W. Peacocke

Darsteller: Ryan Robbins, Alex Paxton-Beesley, Jessica Clement, A. J. Buckley, Peter Outerbridge

Artikel von Kai Kinnert

Noah Funk (Ryan Robbins) wird zum neuen mennonitischen Pastor gewählt. Um seine Gemeinschaft von Drogenhändlern zu befreien, verrät er einen Glaubensbruder an die Polizei. Doch sein Handeln verschärft die Situation noch. Mafiaboss Eli Voss (Peter Outerbridge) lässt Noah keine Wahl: Um seine Familie zu schützen, muss er sich künftig an den illegalen Drogendeals beteiligen. Noah lässt sich darauf ein, beschließt aber heimlich, Beweise zu sammeln, um die Organisation zu demontieren. Dabei gerät er immer weiter in einen Sog, der ihn zu immer auswegloseren Entscheidungen zwingt. Auch seine Frau Anna (Alex Paxton-Beesley) und die beiden Kinder Tina (Jessica Clement) und Isaac (Dylan Everett) werden in das böse Spiel hineingezogen. Unerwartete Hilfe kommt von Noahs High-School-Feind, dem Polizisten Bronco Novak (A.J. Buckley).

Die aus sechs Folgen bestehende Serie beginnt schlicht gestrickt und vorhersehbar. Eigentlich beginnt sie sogar recht bieder, denn Pure bedient sich weder einer spannenden Optik, noch eines originellen Inszenierungsstils, um seinen Plot zu erzählen. Aber auch die Action ist nicht die Stärke der Serie. Spätere Feuerwechsel sind konventionell inszeniert und nur jede 10. Kugel hinterlässt auch mal irgendwo ein Loch. Am Ende kreuzen sogar Leute das Schussfeld des dahinter stehenden Kollegen, ohne von seinen Kugeln getroffen zu werden. Im Faustkampf ist die Lage nicht besser. In einem entscheidenden Kampf zwischen zwei Kontrahenten, es ist die Szene mit der Kette, wirkt Pure behäbig. Im direkten Vergleich mit Crime-Serien wie Gangs of London (2020), scheint die Action in Pure einem Paralleluniversum völliger Harmlosigkeit entsprungen zu sein. Es ist der gelungenen Filmmusik zu verdanken, dass die Szenen spannender und größer funktionieren, als sie eigentlich gefilmt worden sind.

Aufrichtig, altmodisch und sehr gläubig – das ist Noah Funk. Sein Merkmal ist sein Glaube und seine Brille. Er ist der Einzige, der in der Serie ein echter Brillenträger ist und trotz seines Glaubens immer tiefer in das Drogengeschäft mit Mord und Totschlag eintaucht. Er macht es, damit er die Bösen ausschalten kann und gerät dabei in einen Glaubenskonflikt. Noah Funk ist sich bewusst, dass er Böses tun muss, um das Böse zu besiegen und bildet mit seinem Konflikt den eigentlichen Spannungspol in der Serie. Die stärkste Nebenfigur ist dabei der Polizist Novak, ein versoffener Bulle und Jugendfeind Noahs. Doch die gemeinsame Aufgabe macht beide zu Partnern und so lässt sich Noah auf das gefährliche Spiel des Drogenhandels in seiner Gemeinde ein.

Die Serie braucht zwei Folgen um in Schwung zu kommen und schafft es dann über Noah Funk und den Cop Novak eine deutlich größere Spannung aufzubauen, als man zu Beginn vermuten würde. Ab der dritten Folge läuft der Hase dann endlich besser und so findet Pure einen befriedigenden Abschluss, der eigentlich keine zweite Staffel nötig gemacht hätte. Durch seine dramaturgischen Konventionen in der Inszenierung bremst sich die Serie selber aus und landet so abschließend im oberen Mittelfeld. Das hätte man besser machen können. Wer Settings wie in Der einzige Zeuge (1985) mag, darf bei Pure einen Blick wagen.

Das Bild der zur Rezension vorliegenden DVD ist gut, der Ton ebenso.

Gewinnspiel:

Justbridge Entertainment spendiert Euch 2 x die erste Staffel auf DVD. Alles, was Ihr dafür tun müsst, ist eine Email mit dem Betreff “Pure” an christian@die-medienhuren.de zu senden. Bitte nennt darin Eure Adresse für den Gewinnfall. Auslosung ist Freitag, 09. Oktober 2020 um 18 Uhr. Viel Glück.

Trailer:

Zurück zur Startseite

 

Diesen Artikel auf Facebook teilen