Obwohl die Geschichte der Außerirdischen, die mit dreibeinigen Kampfmaschinen die Menschheit ausrotten will, von H.G. Wells bereits Ende des 19. Jahrhunderts geschrieben wurde, ist sie nach wie vor zeitlos und bekommt alle paar Jahre eine filmische Neuauflage. Doch über die neueste Variante mit dem rappenden Eiswürfel in der Hauptrolle legen wir lieber den Mantel des Schweigens. Die von Steven Spielberg inszenierte Variante mit Tom Cruise in der Hauptrolle hingegen ist durchaus sehenswert. PARAMOUNT PICTURES spendierte dieser Fassung nun zum 20. Jubiläum eine limitierte Edition mit allerlei Schnick-Schnack, die ich Euch, wie auch den Film, in diesem Artikel einmal vorstellen möchte. Dazu findet Ihr am Ende des Artikels ein zusätzliches Unboxing-Video.

Originaltitel: War of the Worlds

Regie: Steven Spielberg

Darsteller: Tom Cruise, Dakota Fanning, Tim Robbins, Miranda Otto, Justin Chatwin

Artikel von Christian Jürs

Bücher, Hörspiele (wobei das von 1938 legendär wurde), mehrere Verfilmungen und eine TV-Serie – ja, sogar Roland Emmerich ließ sich offenkundig inspirieren für seinen Independence Day von H.G. Wells. Doch hier geht es um Steven Spielbergs Vision – und die weicht in vielen Punkten erheblich vom Original ab. So findet die Handlung jetzt im frühen 21. Jahrhundert statt und spielt in den USA und nicht in England. Handlungstechnisch gibt es viele Unterschiede, vor allem aber gibt es jetzt mit Tom Cruise eine Art Heldenfigur, die es damals ebenfalls nicht gab.

Er spielt Ray Ferrier, einen Kranführer aus New Jersey, dessen Ehe zu seiner Frau Mary Ann (Miranda Otto) gescheitert ist. Da sie gemeinsam mit ihrem neuen Partner zu ihren Eltern nach Boston fahren möchte, bringt sie die gemeinsamen Kinder zur Wochenendaufsicht bei Ray vorbei. Wohl ist ihr dabei nicht, denn der zeigt eher beruflich Verantwortung, ist der Vaterrolle aber nicht gewachsen. Zwar ist das Verhältnis zu seiner zehnjährigen Tochter Rachel (Dakota Fanning) noch recht herzlich, sein jugendlicher Sohn Robbie (Justin Chatwin) hingegen ist seinem Vater eher kühl und abweisend gegenüber, was auf dessen fehlendem, elterlichen Interesse zurückzuführen ist. Zwar bemüht sich Ray, eine harmonische, gemeinsame Zeit mit den Kids zu verbringen, scheitert dabei aber kläglich.

Dann aber geschieht, worauf das Publikum gewartet hat. Riesige, dreibeinige Killermaschinen außerirdischer Herkunft steigen aus den Tiefen der Erde empor und pulverisieren alles und jeden, was ihnen in den Weg kommt. Ziel ist die Auslöschung der Erdbevölkerung, um Eigenbedarf auf unseren Planeten anzumelden. Mit Mühe und Not können Ray und die Kinder fliehen. Gemeinsam begeben sie sich auf den gefährlichen Weg nach Boston, wo sie hoffen, auf eine noch lebende Mary Ann zu treffen. Doch die Außerirdischen sind überall und Robbie hegt das Verlangen, sich den Soldaten anzuschließen und in den Kampf zu ziehen. Wird es Ray gelingen, seine Kinder heil aus der gefährlichen Situation herauszubringen?

Selten war ein Event-Movie aus dem Œuvre von Steven Spielberg so düster und unheimlich wie Krieg der Welten. Blut fließt zwar keines, aber das Pulverisieren hunderter Menschen, dutzende angespülte Leichen und die fast durchgehend hoffnungslose Atmosphäre machen den Alien-Invasions-Film zu einem echten Horrortrip. Dabei spielt Tom Cruise einmal nicht den unfehlbaren Charakter, für den er u.a. aus der Mission: Impossible– oder Top Gun-Reihe bekannt ist. Immerhin darf er hier wieder seinem Trademark, ordentlich zu rennen, frönen. In einer Rekordzeit von nur sieben Monaten zwischen Drehbeginn und Kinostart schaffte Spielberg, was wohl kaum einem anderen Regisseur gelungen wäre: eine spannende, gruselige Hetzjagd, die zwar nicht zu seinen angesehensten Werken zählt, mich aber immer wieder bestens unterhält. Der Cast ist zudem überzeugend, inklusive eines Gastauftrittes von Tim Robbins, der nicht weniger bedrohlich wirkt als die Invasoren.

Mehr als 600 Millionen Dollar konnte der Film seinerzeit an der Kinokasse einspielen. Für das Jahr 2005, in dem die Kinokarten noch deutlich günstiger waren als heute, ein sensationelles Ergebnis. Es war bereits die zweite Zusammenarbeit zwischen Spielberg und Cruise. Drei Jahre zuvor kam der ebenfalls hochgradig spannende Minority Report heraus. Beide Filme gehören in jede gute Filmsammlung.

Die 4K-Veröffentlichung aus dem Hause Paramount Pictures ist im Grunde nicht neu, sondern bereits vor fünf Jahren erschienen. Dabei weist die 4K-Scheibe eine deutliche bessere Bildqualität auf als die beigelegte, etwas zu körnige Blu-ray-Version. Dafür befindet sich auf eben dieser Blu-ray einiges an sehenswertem Bonusmaterial. So gibt es u.a. Produktions-Tagebücher, Galerien, Trailer, sowie die Featurettes Ein neuer Blick auf die Invasion, H. G. Wells – Die Legende, Steven Spielberg und der ursprüngliche Krieg der Welten, Charaktere: Die Familie, Previsiualisierung, Das Design des Feindes: Tripods und Aliens, Das Scoring von Krieg der Welten und Wir sind nicht allein. Ein ganzer Batzen also. Warum für Fans nun die neue, limitierte Collectors Edition interessant ist, könnt Ihr im unten beigefügten Unboxing-Video entdecken. Darin zeige ich Euch sämtliche beigefügte Gimmicks wie z.B. Poster, Artcards, Aufkleber, etc.

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