Ich freue mich immer ganz besonders, wenn der liebe Renatus Töpke mich kontaktiert, weil mal wieder seiner Kreativität als Schreiberling freien Lauf ließ. Bislang kannte ich nur seine Werke über Zombies (der Mann ist Fünfzig, also quasi selbst schon fast untot und kennt sich daher mit der Materie gut aus), jetzt präsentiert uns der SCHÜREN VERLAG sein Sachbuch über katastrophale Dreharbeiten. Neben relativ bekannten Geschichten zu Filmen wie Der weiße Hai, Apocalypse Now und Waterworld hat der gute Mann aber auch bei seiner Recherche Wissenswertes zu vielen anderen, sehr bekannten Filmen mit weniger bekannten Dreh-Katastrophen herausgefunden, die Ihr jetzt gebündelt in seinem neuesten Schinken nachlesen könnt. Meine Meinung zum Buch und ein kleines Interview mit Renatus Töpke in Videoform, findet Ihr hier in meiner kleinen Rezension.

Autor: Renatus Töpke

352 Seiten schwarzweiss

Artikel von Christian Jürs

The Shark is not working: Die größten Desaster der Filmgeschichte ist schon seit ein paar Monden auf dem Bücher-Markt erhältlich. Doch wie die Stammleser/-innen (sofern überhaupt existent) wissen, brauche ich für meine Lektüren immer etwas länger. Als das Taschenbuch damals in meinem Briefkasten landete, war ich immer noch damit beschäftigt, Peter Osterieds Roman Mord in Geektown abzuarbeiten. Ich schiebe diese Nachlässigkeit gerne auf meine Familie und meine zahlreichen Filmsichtungen, es hat aber auch etwas mit meiner enormen Faulheit im Lesebereich zu tun. Also, lieber Renatus, wenn´s mal wieder schneller gehen soll, lass bitte ein Hörbuch einsprechen – gerne von David Nathan eingesprochen. Das sollte ich Dir doch wert sein, oder? ODER???

Spaß beiseite, denn The Shark is not working: Die größten Desaster der Filmgeschichte ist wahrhaft lesenswert. In einem erstaunlich sachlichen Ton arbeitete sich Renatus Töpke durch die Filmgeschichte der Traumfabrik und packte mit Das Boot und Fitzcarraldo noch zwei deutsche Produktionen obendrauf, die beide auch international für Furore sorgten.

Mir ist kein weiteres, vergleichbares Werk bekannt, in dem so viele katastrophale Filmproduktionen zusammengestellt wurden. Ob der Mammut-Dreh des Klassikers Vom Winde verweht, bei dem ein Drehtag gerne mal 18 bis 20 Stunden lang war, der grausame Unfall mit einem Schwein am Set von William Friedkins Atemlos vor Angst oder Christopher Reeves arrogantes Verhalten beim Dreh von Superman – Der Film, um nur ein paar kleine Beispiele zu nennen – hier erfahrt Ihr die schonungslosen Wahrheiten über die Entstehungsgeschichten Eurer Lieblingsfilme.

Es dauerte lange, bis ich mich endlich auf die Couch setzen und The Shark is not working: Die größten Desaster der Filmgeschichte durchlesen konnte. Doch nach wenigen Seiten war ich bereits gefangen und habe den beachtlichen Schmöker (ich darf den Begriff benutzen, ich bin nämlich auch schon 50!) in, für meine Verhältnisse, relativ kurzer Zeit durchgelesen. Ich kann jedem, der sich für Entstehungsgeschichten von Filmen interessiert, das Buch wärmstens empfehlen. Renatus Töpke hat mittlerweile wieder einen Comic veröffentlicht zu seinem Lieblingsthema: Allein unter Zombies. Um es mit Tom Atkins Worten aus Die Nacht der Creeps zu sagen: Thrill me, Renatus. Ich bin gespannt!

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