Musikalische Biopics gab es in den letzten Jahren wie Sand am Meer. Gefühlt jeder Musiker bekommt mittlerweile seine Lebensgeschichte verfilmt. Das gelingt mal mehr, mal weniger gut. Doch wie steht es um Song Sung Blue, der von einem Paar handelt, welches als Neil Diamond-Coverband für Furore sorgte. Ich war gespannt und konnte den oscarnominierten Film mit Hugh Jackman und Kate Hudson, den UNIVERSAL PICTURES im Vertrieb von PLAION PICTURES im Heimkino veröffentlichte, jetzt nachholen. Mein Seherlebnis teile ich gerne mit euch in dieser Kritik.

Regie: Craig Brewer

Darsteller: Hugh Jackman, Kate Hudson, Ella Anderson, Hudson Hensley, Jim Belushi

Artikel von Felix Falkenberg

Basierend auf einer unglaublichen, aber wahren, Geschichte. Mike (Hugh Jackman) und Claire (Kate Hudson) sind zwei vom Pech verfolgte Musiker, die beweisen, dass es nie zu spät ist, die Liebe zu finden und seinen Träumen zu folgen. Sie gründen eine mitreißende Neil Diamond-Tribute-Band namens Lightning & Thunder und steigen von einer bescheidenen Garage über Auftritte in Spelunken zu unerwartetem Ruhm in ihrer Heimatstadt auf. Als eine Tragödie sie trifft, gibt ihnen ihre Liebe zueinander und ihre Leidenschaft für die Musik die Kraft, Schwierigkeiten zu überwinden, neue Hoffnung zu schöpfen und alle um sie herum zu inspirieren.

Ich schaute mir den Film gemeinsam mit meinen Eltern an. Endlich mal wieder ein Filmabend zu dritt. Der Trailer suggerierte ein Standard-Biopic. Deswegen bin ich mit gemischten Erwartungen daran gegangen. Und ich muss am Ende sagen: WOW! Dieser Film hat mich auf emotionaler Ebene ja mal komplett gekriegt. Er startet sehr amüsant und charmant, die Figuren sind super authentisch und toll gespielt und die Musik kann sich mehr als hören lassen. Es ist alles schön und fröhlich. Und dann… nach ca. einer Stunde Laufzeit, macht der Film von der Stimmung her mit einem Schlag plötzlich eine 180-Grad-Wende. Es ereignet sich ein schlimmer Vorfall und weil ich die Figuren von Anfang an total mochte, hat Song Sung Blue mich dann wirklich kalt erwischt. Ich habe richtig mit den Figuren gelitten. Ich bin wirklich nicht nah am Wasser gebaut, aber kurz vor Schluss gibt es dann noch eine Szene, die wäre fast zu viel für mich gewesen… Aber hier wird natürlich nicht gespoilert.

Hugh Jackman und Kate Hudson sind großartig in ihren Rollen und absolut mitreißend. Für letztere war die Oscarnominierung mehr als verdient! Hudson war ja sonst viel in mittelmäßigen RomComs zu sehen und diese Rolle tat ihr richtig gut. Warum die Academy Jackman scheinbar übersehen hat, erschließt sich mir nicht. Er hätte eine Nominierung ebenfalls verdient gehabt. Die Besetzung im Allegmeinen ist bis in die kleinste Nebenrolle passend ausgewählt.

Regisseur Craig Brewer (Hustle & Flow), der auch am Drehbuch mitschrieb, fing die Atmosphäre vergangener Jahrzehnte perfekt ein. Der Zuschauer/die Zuschauerin wird in eine andere Zeit regelrecht entführt. Die Musik lädt zum Mitwippen ein. Hier wurde schlichtweg purer Feel-Good-Vibe eingefangen. Als schließlich die Credits liefen, hatte ich ein lachendes und ein etwas trauriges Auge – dies dürfte den meisten Zuschauern so gehen.

Song Sung Blue ist einer der Filme des letzten Jahres für mich. Damit habe ich wirklich nicht gerechnet, umso überraschter und gepackt war ich. Eine glatte eins auf emotionaler Ebene und eine schöne Message, wie gemeinsame Liebe zur Musik Menschen verbinden kann.

Danke für diesen Film! Absolute Empfehlung.

Mir lag zur Sichtung die normale Blu-ray-Version vor. Bild und Ton sind gut. Im Bonusmaterial befindet sich ein Audiokommentar von Autor und Regisseur Craig Brewer, sowie ungeschnittene Auftritte.

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