Albert Einstein wurde 1949 in einem Interview gefragt, mit welchen Waffen im dritten Weltkrieg gekämpft würde, worauf er antwortete, dass er es nicht wüsste. Er wüsste nur, dass man im vierten Weltkrieg mit Steinen kämpfen würde. Als dann im Oktober 1962 US-amerikanische Aufklärungsflugzeuge Abschussrampen für sowjetische Atomraketen auf Kuba entdeckten, blickte die Welt nicht nur in den Abgrund: Das drohende Ende der Welt. Wenn man diese Zeit verstehen oder aus ihr lernen möchte, dann kommt man an den Kommentaren aus dem Kulturbetrieb nicht vorbei; Autoren und Filmschaffende fingen an zu schreiben und zu filmen und eines der Ergebnisse war Angriffsziel Moskau (1965) von Sidney Lumet. Kennt ihr nicht? Dann werfen wir doch mal einen Blick auf diesen zu Unrecht vergessenen Film von SONY PICTURES.

Originaltitel: Fail-Safe
Regie: Sidney Lumet
Darsteller: Henry Fonda, Walter Matthau, Dan O´Herlihy, Frank Overton, Larry Hagman, Fritz Weaver
Artikel von Manuel Hinrichs
Weil bei einem so alten Film die Grenzen zwischen einem Teaser und einem Spoiler fließend sind, zunächst eine kleine Ouvertüre.
1958 formte Erich Kästner in einer Einschätzung bezüglich der Erstarkung der Nationalsozialisten im Jahre 1933 den Satz: „Man muss den rollenden Schneeball zertreten! Man darf nicht warten, bis aus dem Schneeball eine Lawine geworden ist, die keiner mehr aufhalten kann!“. Die Erfahrungen aus der Kuba-Krise gaben diesem Satz eine vollkommen neue Bedeutung; es wurde zu einem Handlungsauftrag an alle demokratisch gesinnten Menschen. Die Ausgangslage von Angriffsziel Moskau gibt einen kleinen Vorgeschmack auf die komplexen Herausforderungen dieser Aufgabe. Die Situation: Mitten im hysterisch angespannten Kalten Krieg erhält ein US-Bombergeschwader den Befehl, Moskau mit Atombomben anzugreifen. Beim Überfliegen der „Fail-Safe“-Linie, einem gedachten Sammelpunkt für letzte Instruktionen, gibt es plötzlich Probleme mit den Funkanlagen der Bomber. Weil es den Bomberbesatzungen nach dem Überflug dieser gedachten Linie untersagt ist, den Angriff abzubrechen, geschweige denn, neue Befehle von außen entgegenzunehmen, macht man sich am Boden fieberhaft auf die Suche nach Lösungen.

Ein Film über sich verselbstständigende militärische Systeme und Menschen, die zum Zuschauen degradiert sind? Kommt einem doch irgendwie bekannt vor. Aber wie wahrscheinlich wäre es, dass zwei Geschichten mit einem nahezu identischen Inhalt existieren? Sogar im selben Jahr? Nun, es fing damit an, dass Stanley Kubrick 1962 für recht günstige 53.500 Dollar die Rechte des Romans Red Alert (1958/ deutscher Titel: Alarmstufe Rot) des Autors Peter George erworben hatte, der es unter dem Pseudonym Peter Bryant geschrieben hatte. Dieses Buch wurde die Grundlage von Kubricks großartigem satirischen Film Dr. Strangelove (1964/ deutscher Titel: Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben) und Columbia Pictures übernahm den Vertrieb des Filmes. Alles schön also. 1962 erschien allerdings auch der Roman Fail-Safe (deutscher Titel: Feuer wird vom Himmel fallen) der beiden Autoren Eugene Burdick und Harvey F. Wheeler. Und der hatte eine recht ähnliche Prämisse.
Als im Januar 1963 die Fail-Safe Buchrechte dann von der Filmproduktionsfirma Entertainment Corporation of America/ ECA für 500.000, – Dollar erworben und Sidney Lumet und seinem Team zur Adaption übergeben wurden, verklagten Stanley Kubrick und Red Alert Autor Peter George die beiden Autoren von Fail-Safe wegen des Vorwurfs des Plagiats, u.a. weil die Handlungsbögen beider Romane identisch seien. Man einigte sich außergerichtlich mit dem Ergebnis, dass Columbia Pictures nun auch die Filmvertriebsrechte für Fail Safe (deutscher Titel: Angriffsziel Moskau) bekam. In der Columbia-Vorstandsetage knallten aufgrund des vielfältigen Programmangebots bestimmt die Champagnerkorken. Als Teil des Deals bestand Kubrick jedoch darauf, dass sein satirischer Film, vor dem des Mitbewerbers in die Kinos kommen sollte und so wurde Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben wenige Monate vor Angriffsziel Moskau in die US-amerikanischen Kinos gebracht. Leider ging das damalige Publikum davon aus, dass Letzterer ebenfalls eine Komödie sei. Eine Einschätzung, der sich eine herbe Enttäuschung anschloss. Auch die durchweg positiven Resonanzen der zeitgenössischen Kritiker konnten leider nicht mehr verhindern, dass der Film an den Kinokassen ein Misserfolg wurde. Produktionskosten von circa 2 Millionen Dollar (an dieser Stelle noch exklusive Werbungskosten!) standen einem Einspielergebnis von nur rund 3,9 Millionen Dollar gegenüber. Schwer zu beurteilen, ob es anders gekommen wäre, wenn man die Reihenfolge der Aufführungen geändert hätte oder eine strategisch bessere Platzierung im Film-Jahr gefunden worden wäre. Und so kam es, dass der ernsthafte Film Angriffsziel Moskau für viele Jahre nicht nur aus dem Bewusstsein der Filmfreunde verschwand, sondern bei den wenigen Fans der Materie auch noch im Schatten von Kubricks Satire stand.
Zugegeben, auf den ersten Blick mag ein über sechzig Jahre alter, ernsthafter Schwarz-Weiß-Film aus dem Kalten Krieg ungeeignet erscheinen, um in ihm Parallelen zur Gegenwart zu erkennen. Da unser zugedröhntes Ego aber langsam aus seinem Wohlstandsschläfchen erwacht und in den Realitäten der restlichen Welt ankommt, braucht es zur Relativierung der eigenen Probleme gerne auch mal Erinnerungen aus der Vergangenheit. Und da eröffnen sich für ernsthafte Filme gerade durchaus Chancen, weil sich Angriffsziel Moskau im Gegensatz zu den meisten seiner Altersgenossen eindeutig als Antikriegs-Thriller OHNE Chichi positioniert und es sich zur Aufgabe gemacht hat, die komplexen Strukturen und menschlichen Unzulänglichkeiten hinter militärischen Entscheidungen zu beleuchten. Und das ist dann auch das Pfund dieses Filmes.

Mag er auch aus einer anderen Zeit kommen, und mag man auch den vier Hauptspielbühnen, dem Pentagon, dem Kontrollraum des strategischen Luftkommandos, dem Bunker des Präsidenten und dem Flugzeugcockpit ansehen, dass sie zeittypisch im Studio errichtet wurden, tut es der Dramatik der dargestellten Ereignisse aber überhaupt keinen Abbruch. Weil die langsam entstehende Mischung aus Schockzustand, Unverständnis und Hilflosigkeit aus sich heraus einfach so brisant und ernsthaft wiedergegeben wird, benötigt sie weder eine Spannung unterstützende musikalische Gefühlslenkung noch einen schmissig-unterhaltsamen orchestralen 1960s Score.
Aufgebrochen wird die Ernsthaftigkeit eher durch die Besorgnis ein paar älterer B-17 und B-24 ex Weltkrieg II-Piloten darüber, dass (Mini-Spoiler!) kommende Flugzeuggenerationen von „Automaten“ geflogen werden und die nächsten Pilotengenerationen sehr wahrscheinlich „Transistoren“ statt innerer Organe hätten. Und als ob diese Annahme nicht schon einen recht vertrauten Blick in die Zukunft liefern würde, folgt ihm ein kurzer Schnitt auf teilnahms- und tatenlos mit leerem Blick herumsitzende Jungpiloten. Aus heutiger Sicht fast eine urkomische Bildabfolge, dennoch aber kein Grund zur Überheblichkeit. Immerhin zeichnen sich ja die meisten Generationen nicht gerade durch Zweifel an institutionalisierten Prozessen aus, vom Hinterfragen des eigenen Konsumverhalten ganz zu schweigen.
Ein absolutes Highlight findet sich aber im zivilen(!) Berater in Gestalt des Professor Groeteschele (kongenial gegen sein späteres Image besetzt: Walter Matthau) wieder. Einem Mephistopheles aus Goethes Meisterwerk Faust nicht unähnlich, argumentiert „der Geist, der stets verneint“ süffisant lächelnd direkt aus der Hölle der nuklear-strategischen Betriebswirtschaft und rechnet die zu erwartenden menschlichen Verluste gegen die Verheißung des Gewinns gleich des gesamten Kalten Krieges zugunsten der USA auf. Wenn er Einfluss auf den seiner Ansicht nach zögerlichen Heinrich Faust -sorry- auf den aufrechten Brigadegeneral Black (Dan O’Herlihy) nimmt, dann geriert sich der Professor gar wie ein früher Wiedergänger der aktuellen fundamentalen Evangelikalen Peter Thiel, Stephen Bannon oder Elon Musk mit ihren pubertären, post-humanen und pseudo-libertären Allmachtsfantasien. Angriffsziel Moskau stellt die sozial-darwinistischen Theorien eines zivilen Menschenfeindes den harten Entscheidungsrealitäten der im Sinne(!) der Menschheit argumentierenden Militärs so gekonnt gegenüber, als gäbe es nur zwei Optionen: Entweder wird man ein Opfer fehlerhafter Technik oder man wird Opfer von smarten Soziopathen. Wie Lumet es schafft, dass man allen Protagonisten bereitwillig auf ihrem Weg in den perfekten Sturm folgt, ist großes Kino.

Nicht zu unterschätzen sind hierbei die Positionierungen der Kamera und die von Hollywoods „Schwarzer Serie“ der 1940er Jahre und vom deutschen Expressionismus inspirierte Ausleuchtung.
Während der Teufel also sein Werk verrichtet, entgleiten General Bogan (Frank Overton), sonst eigentlich von der Verlässlichkeit der technischen Prozesse überzeugt, im Kontrollraum immer mehr die Handlungsoptionen. In dieser Stresssituation stellt Lumet ihm den sachlich ruhigen Kongressabgeordneten Raskob (Sorrell Booke) gegenüber. Er ist es, der im Namen des Zuschauers, d.h. des Bürgers, des Souveräns, die Reaktionen des Generals zu den beunruhigenden Vorgängen auf den Bildschirmen hinterfragt. Mit Blick über den Atlantik des Jahres 2026 wünscht man den derzeitigen amerikanischen Kongressabgeordneten doch glatt ein wenig von Raskobs aufrechter Hartnäckigkeit und Wissbegierigkeit.
Bisher erweist Angriffsziel Moskau sich tatsächlich als weitaus fortschrittlicher, als es der formale Anschein eines Schwarz-Weiß-Filmes von 1965 vermuten lassen würde. Er regt immer noch zum Nachdenken an und die kammerspielähnliche Inszenierung, samt seiner Fokussierung auf das gesprochene Wort verhindert zuverlässig, dass der Zuschauer sich ausruht, seine kleine schwarze Konsumenten-Prothese in die Hand nimmt und sich hinter Entertainment wegduckt.
Natürlich gibt es auch kleine Irritationen. Damals war die Benutzung von Footage-Material ganz normal, aber auf modernen TV-Geräten haben die qualitativen Unterschiede in den jeweiligen Filmmaterialien das Potential, unbedarfte Zuschauer kurzzeitig aus der ansonsten stimmungsvollen Handlung zu werfen. Da ist Angriffsziel Moskau eindeutig ein Kind seiner Zeit. Weil man in einer Phase der militärischen Eskalationen, in welcher der Kalte Krieg wirklich heiß zu werden drohte, jedoch nicht auf die Unterstützung durch das Verteidigungsministerium hoffen konnte, musste das Footage-Material daher von einem privaten Anbieter käuflich erworben werden. Man muss sich das mal vorstellen: Wenn ein privater Anbieter heute teils heimlich gedrehte Aufnahmen von durchaus zeitaktuellen militärischen Flugzeugen anbieten würde, dann wäre der Vorwurf der Spionage wahrscheinlich sein kleinstes Problem. Die aus heutiger Sicht vielleicht am schwersten verdauliche Erkenntnis ist aber die Tatsache, dass auch schon in Angriffsziel Moskau alle Entscheidungen der Charaktere ausschließlich auf Hypothesen und Interpretationen basieren anstatt auf belegbaren Fakten und Lumets Klasse zeigt sich eindeutig darin, wie er sich den Argumenten der Politiker und Militärs zunächst auf leisen Pfoten annähert, nur um die Problematik der von automatisierten Prozessen kontrollierten militärischen Vorgänge zu sezieren und so die Defizite in den Entscheidungsketten von Mensch und Maschine bloßzulegen. In künstlerisch inszenierten Vorder- und Hintergründen eingebettet, entpuppen sich Lumets Militärs aber nicht als entscheidungsstarke Hasardeure, sondern geraten zunehmen an den Rand der Verzweiflung. Ein Kongressmitglied stellt zwar die richtigen Fragen aber Lumet verurteilt ihn letztlich doch zum Zuschauen, während von dem machiavellistisch argumentierenden Professor eine ähnlich große Bedrohung auszugehen scheint, wie von dem defekten Computersystem.

Und dann gibt es da ja noch den US-Präsidenten (Henry Fonda), der in seinem Bunker angesichts der virtuellen Informationslage nun die richtigen Entscheidungen in der Realität treffen muss. Unterstützt wird er dabei von seinem Übersetzer Buck (Filmdebut: Larry Hagman). Seine Rolle dürfte dabei zum schwersten gehören, was ein Schauspieler spielen können muss, denn hier muss er gleich drei (Selbst-) Gesprächsebenen zur selben Zeit bedienen. Von der vorher gezeigte vierten Gesprächsebene, der eigentlichen Persönlichkeit seiner Rolle, mal ganz abgesehen, staunt man, wie souverän er zwischen den Worten des US-Präsidenten neben ihm und den übersetzten Worten des sowjetischen Gegenparts am anderen Ende der Telefonleitung hin und her springt, um das Gesagte dann bezüglich der Intonationen und der Berücksichtigung der Stimmungslage unmittelbar zu interpretieren. Die beeindruckende Leichtigkeit dieser Sequenz ist ein kleines schauspielerisches Meisterstück an sich und mitverantwortlich dafür, dass sich Angriffsziel Moskau trotz einer Spieldauer von 112 Minuten nicht in dramaturgischen Längen verliert.
Nicht unerwähnt bleiben sollten aber auch zwei weitere Filmschauspieler, die hier ihr Filmdebut hatten. So kann man Dom DeLuise als Technical Sergeant Collins in einer seiner raren ernsten Rollen sehen. Nur sechzehn Jahre später wird er als Captain Chaos (Auf dem Highway ist die Hölle los/ 1981) in das kollektive Gedächtnis zumindest des männlichen Teils der Generation X eingehen. Zum ersten Mal in einem Film zu sehen ist hier aber auch Fritz Weaver als Colonel Cascio, der in den folgenden Jahren coole TV-Serienmeilensteine wie Kobra, übernehmen Sie (1966), Die Strassen von San Francisco (1975), Holocaust (1978), Magnum (1980) oder auch Filme wie Der Marathon Mann (1976) veredeln wird.
Gekonnt gefilmt wurde Angriffsziel Moskau vom routinierten Kameramann Gerald Hirschfeld, dessen Arbeit man u.a. in den Filmen Frankenstein Junior (1974), New York antwortet nicht mehr (1975), Zwei Minuten Warnung (1976) und Der Teufel auf Rädern (1977) bewundern konnte. Die Frage, die natürlich auch Angriffsziel Moskau in den Raum stellt lautet, was wäre, wenn? Zum Beispiel, wenn politische Verantwortungsträger sich auf die errechneten Wahrscheinlichkeiten von Maschinen verlassen. Oder er berichtet von den Folgen, wenn Soziopathen-Gesindel mit eigener Agenda in „beratender“ Funktion Zugang zu diesen Entscheidungsträgern haben. Um ehrlich zu sein, ist das fast ein wenig zu visionär für einen alten Film.

Neben den Freunden alter Schwarz-Weiß-Filme freuen sich über Angriffsziel Moskau sowohl Zuschauer, die von faktenbasierten militärischen Notwendigkeiten überzeugt sind, als auch pazifistische Traumtänzer, die ihre wunderschöne Utopie vollkommen geschichtsvergessen für ein tragfähiges politisches Konstrukt halten. An politischen Analogien interessierte Zuschauer kommen ebenso auf ihre Kosten, wie auch die Kinokunst- und Kulturfreunde, während Fortschrittsgläubigen ein wenig mehr Selbstreflektion bezüglich ihrer technikbasierten Visionen angemahnt wird. Ganz zu schweigen vom deutlichen Appell an alle Programmierer und Konstrukteure nach technischer Redundanz, samt der Installation von zuverlässig funktionierenden Möglichkeiten zur Intervention. All das ist unübersehbar.
Als politischer Film der 1960er Jahre hat Angriffsziel Moskau ein Anliegen, welches bis in die Gegenwart Wellen schlägt. Ein Anliegen, das über die reine Unterhaltung oder das Generieren von Profit weit hinaus geht. Und er schafft das Unerwartete: Er verbindet eigentlich unvereinbare Geschmäcker, politische Strömungen und Meinungen. Dass er dabei über weite Strecken auch noch die argumentative Finesse von Lumets früherem Meisterwerk Die 12 Geschworenen (1957) erreicht, ist ein echter Bonus. Wer darüber hinaus erleben möchte, wie ein alter Film es schafft, ohne den Einsatz von Filmmusik eine Spannung zu erzeugen, der wird an Angriffsziel Moskau nicht vorbeikommen, entweder als zeithistorisches Dokument oder auch als Warnung an künftige Generationen. Möge die Erregungsbereitschaft unser größtes Problem bleiben.
Bon Chance für alle, die Schneebälle zertreten!
Meine Original-DVD besitzt ein ausreichendes zeittypisch kontrastreiches Schwarz-Weiß-Bild mit leicht bläulicher Tönung. Der Ton ist ein sauberer Monoton. Das Bildformat ist 16:9 Widescreen (1,85:1). Als Extras gibt’s hier einen Regiekommentar und ein 15-minütiges Interview u.a. mit Sidney Lumet.
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