Nicht nur Gialli werden bei CREEPY IMAGES in Buchform geehrt, auch die ganz eigen aussehenden, japanischen Filmplakate bekommen ihre Ehrung verpasst. Bereits im Jahr 2016 erschien der erste Band unter dem Titel Bazai! – Japanese Cult Movie Posters von Armin Junge. Jetzt, zehn Jahre später, hat er nochmal nachgelegt und präsentiert uns mehrere hundert Posterabblidungen aus verschiedensten Genres (in entsprechende Kapitel eingeteilt). Eine geile Sammlung. Ich verrate euch, was es auf knapp 300 Seiten alles zu entdecken gibt.

Autor: Armin Junge

292 Seiten – farbig

Artikel von Christian Jürs

Gleich vorab: Ich habe Band 1 dieser Filmposter-Kollektion leider nie in Händen gehalten. Ein Vergleich zum Vorgänger fällt also flach. Dafür gibt´s hier jetzt ungefiltert meinen Eindruck zum Nachfolge-Werk Banzai! – More Cult Movie Posters from Japan. Zunächst einmal der Hinweis, dass die Texte allesamt sowohl auf Deutsch, wie auch auf Englisch vorliegen. Doch viel zu lesen gibt es im Grunde nicht, hier wird sich vorrangig auf farbige Abbildungen der Filmplakate konzentriert. Also auf das, was man auch von diesem Buch erwartet.

Nach einer kurzen Einleitung starten wir dann auch gleich in die Kategorie Glamour Girls. Hier gibt es dutzende, sexy Abbildungen erotischer Klassiker, vorrangig aus den Siebzigern. Von Deep Throat über Supervixens bis zum Schulmädchen-Report – Für nackte Tatsachen in sexy Designs ist hier gesorgt. Das hier abgebildete Poster gehört übrigens zum 1978er Oh, les petites starlettes!, der es bis heute nicht zu uns geschafft hat. Aber nicht nur Nackedeis gibt es hier zu bewundern, sondern auch gesittete Filmplakate zu Klassikern wie Lady Snowblood oder Sister Street Fighter gibt es zu entdecken.

Nach den hübschen Damen bekommen dann auch die Herren der Schöpfung ihr Kapitel zugeteilt. Willkommen bei den Macho Men. Dort bekommen wir gleich zum Start ein ungewohntes Plakat des Steve McQueen-Klassikers The Cincinnati Kid serviert, gefolgt von einem coolen Michael Caine auf einem noch cooleren Get Carter-Poster. Hier finden große Klassiker ihre Bühne. Von Shaft über Die Kanonen von Navarone, Die glorreichen Sieben, Ein Fressen für die Geier bis hin zu A better tomorrow, diverse Dirty Harry-Sequels und selbstverständlich auch die guten, alten James Bond-Filme – die Bandbreite ist enorm und die Poster der coolen Herrschaften absolut ungewöhnlich.

Auf Seite 109 schließlich geht es ins Bizarre. Gemeint sind ungewöhnliche, eher unbekannte Filme, von denen ich selten etwas gehört habe. Kostprobe gefällig? Here we go: Sex Hunter Wet Target, Manson, Angel Guts: Red Vertigo, Woman in a Box 2 oder Flower and Snake 5: Rope Magic. Wie Ihr erahnen könnt, wird´s hier schlüpfrig. Immerhin: The Devil´s Plaything habe ich erkannt – den gibt´s bei uns als Der Fluch der schwarzen Schwestern. Ein schräges Filmchen voller Milchpackungen.

Es folgt ein Kapitel, welches selbstverständlich nicht fehlen darf: Horror. Hier gibt es ebenfalls sowohl eher unbekannte Klassiker wie zum Beispiel Death Weekend (Bluthunde) und The Lamp zu bestaunen, aber auch hierzulande bekannte Kracher wie Happy Birthday to Me (Ab in die Ewigkeit), Tanz der Teufel oder Halloween 2 und A Nightmare on Elm Street. Wer wissen möchte, wie sehr sich japanische Filmposter von den uns bekannten Motiven unterscheiden, direkt unter diesen Satz habe ich das Poster zum Vampir-Klassiker The Lost Boys verlinkt.

Nicht fehlen darf natürlich die Kategorie Science-Fiction, die prall gefüllt ist mit Filmen aus den Gamera– und Godzilla-Reihen. Natürlich ist das nicht alles, auch Filme wie The Running Man, Rollerball oder Universal Soldier bekommen ihren Platz. Zum Abschluss gibt es noch weitere Werbematerialien als Bonus obendrauf.

Film-Fans, die besondere Cover-Artworks lieben, sollten sich dieses Buch nicht entgehen lassen. Armin Junge hat einige – nein, viele – wunderschöne Varianten zusammengetragen, die jetzt von euch entdeckt werden können. Wer noch mehr Info braucht, für den habe ich das Vorstellungs-Video von Playzocker Reviews hier im Artikel verlinkt.

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