Kennt Ihr das auch? Ihr überlegt gemeinsam mit Eurer besseren (oder schlechteren?) Hälfte, welcher Film am gemeinsamen Abend über den TV-Bildschirm flimmern soll, und werdet Euch nicht einig, weil Ihr Euch zwischen den Genres Romantic Comedy und Horrorfilm nicht einigen könnt? Für diesen Fall hat PARAMOUNT PICTURES nun eine Lösung parat. Denn Heart Eyes – Der Pärchen-Killer bedient beide Klientel gleichzeitig. Keine Sorge, es wird weder zu schmalzig noch zu gruselig, der Film findet genau die richtige Mischung für einen launigen Fernsehabend. Eigentlich schade, denn die romantische Slasher-Komödie hätte durchaus das Potenzial für einen Kinostart gehabt.

Originaltitel: Heart Eyes
Regie: Josh Ruben
Darsteller: Olivia Holt, Mason Gooding, Jordana Brewster, Devon Sawa, Gigi Zumbado
Artikel von Christian Jürs
Die heutige Vermarktungspolitik der Verleiher ist mir schleierhaft. Die von Christopher Landon (Happy Deathday / Freaky – Körpertausch mit Blutrausch) mitproduzierte und mitverfasste Horror-Komödie Heart Eyes – Der Pärchen-Killer konnte, bei einem Budget von ca. 18 Millionen Dollar, an der US-Kinokasse gut 30 Millionen einspielen. Das reicht zwar noch nicht zum Hit, eine weltweite Kinovermarktung hätte hier aber nochmal ordentlich Geld in die Kasse bringen können. Zum Vergleich: Die Videospiel-Verfilmung Until Dawn schaffte an der US-Kinokasse lediglich 20 Millionen Dollar einzuspielen, kam weltweit aber auf knapp 54 Millionen Dollar. Heart Eyes – Der Pärchen-Killer bekam diese Chance leider nicht. Bislang ist nicht einmal eine physische Veröffentlichung hierzulande angekündigt. Stattdessen erschien der Film zunächst zum digitalen Kauf und ab 01. September 2025 auch zum digitalen Leihen. Ich wage die Prognose, dass dadurch nur sehr wenige Filmfans den Streifen überhaupt sehen werden.

Ally McCabe (Olivia Holt) hat´s gründlich verkackt, indem sie für ihre Chefin (Michaela Watkins) eine unpassende Werbekampagne zum Valentinstag schuf. Man kann es ihr kaum verübeln, dass ihr die Thematik nicht liegt, läuft es in Sachen Liebe doch gerade so gar nicht rund für die junge Frau, die seit kurzem wieder Single ist. Nun muss sie den Abend des 14. Februars mit ihrem neuen, erfolgreichen Kollegen Jay Simmonds (Mason Gooding) verbringen, um auf die Schnelle eine neue, passendere Werbung zu gestalten. Der Abend wird zur Katastrophe, nicht nur, weil Ally und Jay keinen guten Start haben, sie werden auch noch von Heart Eyes, einem durchs Land streifenden Serienkiller, versehentlich für ein Liebespaar gehalten – und das ist genau sein Beuteschema.
Fortan müssen die beiden Streithähne durchs nächtliche Seattle fliehen, wobei Jay durch einen unglücklichen Zufall von den beiden Detectives Hobbs (Devon Sawa) und Shaw (Jordana Brewster) – man beachte die Namen – als potenzieller Killer verhaftet wird. Doch auch auf dem Polizeirevier ist niemand vor Heart Eyes sicher, schon gar nicht Ally und Jay, die weiterhin auf seiner Todesliste stehen. Werden sie die Nacht überstehen? Und funkt es vielleicht trotz allem noch zwischen den Streithähnen?

Heart Eyes – Der Pärchen-Killer ist keine sonderlich tiefgründige Satire, sondern ein temporeicher Horror-Spaß, der ohne große Umschweife auf den Punkt kommt. In nur 97 Minuten verpackte Regisseur Josh Ruben (Scare Me) ausreichend Blut und Gekröse (wobei es niemals eklig wird, aber durchaus fies und originell), sowie die richtige Portion Romantik, um das Publikum zufriedenzustellen. Quasi die romantische Splatter-Komödie mit Herz – ohne viel Tiefgang und mit einer Auflösung, die man durchaus erahnen kann, aber eben auch mit einer Menge Kurzweil.
Die Darsteller sind dabei allesamt Horror-erfahren. Olivia Holt war in Totally Killer – Gefährliches Spiel mit der Zeit dabei, Mason Gooding ist seit dem fünften Teil der Scream-Saga im Cast, Jordana Brewster kämpfte um ihr Leben in Faculty – Trau keinem Lehrer und Devon Sawa kennt man aus Final Destination, Die Killerhand und der Chucky-Serie. Hinter der Kamera agierten zudem viele Beteiligte der Happy Death Day-Reihe. Fachpersonal war also am Start – und das merkt man, vor allem, da ich zuletzt den unfassbar missglückten Sequel-Versuch von Ich weiss, was Du letzten Sommer getan hast sehen „durfte„. Gegen den ist Heart Eyes – Der Pärchen-Killer der Citizen Kane des Slasher-Kinos.

Zwar stirbt die Hoffnung zuletzt, ich würde jetzt aber nicht warten, bis sich Paramount Pictures erbarmt und den Film auch physisch zur Verfügung stellt. Gönnt Euch den Film, zumindest für die Leihgebühr, denn Spaß bringt er allemal.
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