Achtung, Achtung – Ich habe hier einen echten Geheim-Tipp für Euch! Was auf den ersten Blick ausschaut wie der x-te Hai-Horror-Beitrag, entpuppt sich bei Sichtung als spannungsgeladener Psycho-Thriller, in dem ausgerechnet Jai Courtney, den ich seit Terminator: Genesys und Stirb langsam 5 eigentlich abgeschrieben hatte, als fieser Bösewicht eine großartige Performance ablegt. Nach kurzem, unbemerkten Kinoeinsatz brachte uns CONSTANTIN FILM im Vertrieb von LEONINE STUDIOS den gelungenen Nägel-Kauer jetzt ins Heimkino. Warum Ihr Euch den Film nicht entgehen lassen solltet, verrate ich in meiner Rezension.

Regie: Sean Byrne

Darsteller: Hassie Harrison, Jai Courtney, Josh Heuston, Ella Newton, Liam Greinke

Artikel von Christian Jürs

Das Cover der abgebildeten Blu-ray weckt falsche Erwartungen. Hier handelt es sich, wie eingangs erwähnt, nicht um einen weiteren Vertreter des Hai-Horrorfilm-Genres. Gott sei Dank, denn seien wir mal ehrlich, außer Der weiße Hai, dessen erste Fortsetzung, Deep Blue Sea und The Shallows war doch kein anderer Genre-Vertreter wirklich gut, höchstens unterhaltsam. Doch in Dangerous Animals spielen die blutgierigen Fische lediglich die zweite Geige, wenn überhaupt. Regie führte für Horror-Fans kein Unbekannter. Sean Byrne drehte bislang erst drei Filme; diesen hier, im Jahr 2015 The Devil´s Candy und 2009 seinen ziemlich gelungenen The Loved Ones – Pretty in Blood, den ich ebenfalls wärmstens empfehlen möchte. The Devil´s Candy werde ich jetzt jedenfalls nachholen.

Die junge Amerikanerin Zephyr (Hassie Harrison) flieht vor ihrer Vergangenheit zur Goldküste Australiens, wo sie ihrer Leidenschaft, dem Surfen, nachgeht. Durch einen Zufall lernt sie an einer Tankstelle den mit seinem Wagen liegengebliebenen Moses (Josh Heuston) kennen. Zwischen den beiden funkt es gewaltig und sie verbringen die Nacht miteinander. Dann aber bekommt Zephyr kalte Füße und schleicht sich hinaus an den Strand. Doch bevor sie in den Genuss kommt, die perfekte Welle zu reiten, wird sie von einem Unbekannten überwältigt, betäubt und auf sein Schiff verladen, wo sie angekettet wieder zu sich kommt.

Auf der Pritsche neben ihr liegt eine weitere, verängstigte Frau namens Heather (Ella Newton), die mitansehen musste, wie ihr Verlobter (Liam Greinke) blutig ums Leben kam. Verantwortlich für dessen Tod und die brutale Entführung der beiden Damen ist der Serienmörder und Bootskapitän Bruce Tucker (Jai Courtney), der eine ganz besondere Liebe zu Haien pflegt und diesen seine Opfer gerne zum Fraß vorwirft, um deren Überlebenskampf, ganz Oldschool, auf Videoband aufzubewahren. Doch mit Zephyr hat er sich die Falsche an Bord geholt. Die junge Frau ist eine Kämpferin, die einen unbedingten Überlebenswillen an den Tag bringt.

Ooby Dooby, motherfucker!

Heidewitzka, war das ein Spaß! Jai Courtney liefert als lockenköpfiger, sonnengegerbter Psycho eine geile Performance ab. Insbesondere seine Tanzszene, die er übrigens nur betrunken und allein mit dem Chef-Kameramann absolvieren wollte, bleibt im Gedächtnis. Aber auch Hassie Harrison, die bereits in der Kultserie Yellowstone eine größere Nebenrolle ausschmückte, überzeugt als toughe Kämpferin, während Josh Heuston und Ella Newton ebenfalls sympathisch daherkommen.

Regisseur Sean Byrne erfindet das Thriller-Rad in diesem kammerspielartigen Überlebenskampf zwar nicht neu, führt aber gekonnt seine Hauptfiguren ein und schraubt die Spannungskurve danach stätig fester, sodass man gebannt am Ball bleibt. Schön auch, dass der Hai hier nicht als mordende Killermaschine dargestellt wird und sogar hier und da seine majestätische Schönheit hervorgehoben wird. Holt Euch Dangerous Animals, egal ob physisch oder per Stream. Es lohnt sich.

Mir lag zur Rezension der Blu-ray-Rohling vor. Bild- und Tonqualität sind top, die Synchronisation ebenfalls. Im Bonusbereich gibt es lediglich Trailer und eine kurze Werbe-Featurette.

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